Reisen um die Welt Europas größter Hotelbetreiber ist insolvent: Was Revo-Gäste jetzt beachten sollten

Europas größter Hotelbetreiber ist insolvent: Was Revo-Gäste jetzt beachten sollten

Die Revo Hospitality Group, Europas größter Hotelbetreiber, hat für einen Großteil ihres Firmengeflechts Insolvenz angemeldet. 250 Hotels von Marken wie Marriott, Accor oder Wyndham gehören zum Portfolio. Für Reisende stellt sich vor allem die Frage: Sind gebuchte Übernachtungen sicher? Und was bedeutet die Krise für künftige Reisen?

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Welche Hotels gehören zur Revo Hospility Group?

Die Revo Hospility Group, die seit 2008 unter dem Namen HR Group tätig war, betreibt europaweit rund 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern. In Deutschland und Österreich sind es allein 125 Häuser mit 5500 Angestellten.

Die Gruppe ist Europas größter sogenannter White-Label-Hotelbetreiber. Das heißt, viele Häuser tragen bekannte Markennamen wie Hilton, Marriott, Accor, Wyndham oder Steigenberger, werden operativ aber von Revo geführt. Hinzu kommen konzerneigene Marken wie Vagabond Club, Hyperion oder Aedenlife.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeDas Hilton Garden Inn Innsbruck gehört ebenfalls zur Revo Gruppe.Quelle: Revo Hospitality Group

Warum hat die Hotelgruppe Insolvenz angemeldet?

Nun haben 140 Gesellschaften des Konzerns beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe für die finanzielle Krise nennt das Unternehmen in einer Mitteilung eine ganze Reihe von Belastungen, die derzeit wohl weite Teile der Hotelbranche treffen: stark gestiegene Lohnkosten, höhere Mieten, explodierende Energie- und Lebensmittelpreise.

Doch der größte Kostenfaktor dürfte wohl die rasante Expansion der vergangenen Jahre gewesen sein. Mit der Übernahme von H-Hotels, Centro Hotels und Vienna House ist das Portfolio stark gewachsen – von 51 Hotels im Jahr 2020 auf nunmehr 250 Hotels.

Wie geht es mit den Revo-Hotels weiter?

Die nun angestrebte Insolvenz in Eigenverwaltung soll eine Sanierung ermöglichen, der laufende Hotelbetrieb soll weitergehen. Bis März 2026 hat Revo zudem eine Finanzierung bei der Agentur für Arbeit beantragt, um die Gehälter für die Angestellten weiter zahlen zu können.

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Laut dem Branchenmagazin „Hotel vor 9″ seien nun vier Szenarien denkbar. Als wahrscheinlichsten gilt eine Fortführung mit neuem Investor. Die Gespräche dazu liefen bereits seit Monaten. Ein Einstieg internationaler Geldgeber könnte dem Konzern einen Neustart ermöglichen, ohne große Veränderungen an der bestehenden Struktur.

Alternativ könnte es zu einem Teilverkauf einzelner Hotels kommen. Wettbewerber wie Premier Inn oder andere expandierende Ketten könnten Interesse haben, attraktive Standorte zu übernehmen. Ein Betreiberwechsel würde für Reisende bedeuten, dass der Hotelbetrieb ohne große Einschränkungen weiterläuft.

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Für betroffende Reisende riskanter wäre eine kontrollierte Zerschlagung. Dabei würden einzelne Hotelgruppen wie Mercure Hotels oder Vienna House separat verkauft. Diese Marken könnten unter neuen Eigentümern weiterbestehen, während Revo als Betriebergruppe schrumpft.

Das pessimistischste Szenario ist eine weitgehende Zerschlagung. Sollten sich mehrere der rund 140 Gesellschaften als nicht überlebensfähig erweisen, drohen Kündigungen von Pachtverträgen, Markenabzüge und im schlimmsten Fall Hotelschließungen. Für Reisende hätte das spürbare Folgen: kurzfristige Betreiberwechsel, Umbauten oder das Verschwinden vertrauter Häuser von beliebten Reisezielen.

Was bedeutet die Revo-Insolvenz für Gäste?

Für Reisende bedeutet eine Insolvenz des Veranstalters oder Betriebers immer große Unsicherheit. Doch laut Mitteilung der Gruppe sollen die Hotels geöffnet bleiben und die Häuser in Deutschland und Österreich auch weiterhin betrieben werden. Eine vollständige Übersicht, welche Hotels in Europa von der Revo Hospitality Group betrieben werden, findest du hier.

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Bestehende Buchungen sollen ihre Gültigkeit behalten. Wer in einem Revo-Hotel übernachtet, muss daher aktuell also keine Einschränkungen befürchten. Dennoch empfiehlt sich vor dem Urlaub ein kurzer Blick auf die Website des jeweiligen Hotels oder eine direkte Nachfrage.

Wer künftig eines der betroffenen Hotels bucht, sollte flexible Stornierungsbedingungen und eine Zahlungsmethode mit Käuferschutz wählen, um im Ernstfall abgesichert zu sein.

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

Reisereporter

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