Der Wind treibt braune Staubwolken über die breiten Straßen aus Sand, während die gleißende Sonne die weißen Häuschen und Kapellen anstrahlt. Am Rande der unbefestigten Straßen sind Pferde angebunden, die mit ihrem Schweif lästige Fliegen vertreiben. Ab und zu unterbricht das Donnern einer Kutsche die Stille, Menschen in Reitbekleidung grüßen einander, ehe sie auf ihre Pferde steigen und davontraben.
📑 Inhaltsverzeichnis▼
- 1.Im spanischen El Rocío geht es ruhig zu
- 2.El Rocío ist dank einer Statue berühmt
- 3.„Romería de Rocío“: Die Festlichkeiten in El Rocío
- 4.Urlaub in Spanien: An diese Orte reisen die Einheimischen
- 5.Warm im Winter: Die 10 schönsten Urlaubsorte in Andalusien
- 6.Das sind die schönsten Dörfer in Spanien
- 7.Ganz in der Nähe von El Rocío: Der Nationalpark Doñana
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Eine Szene aus dem Wilden Westen? Nein – das ist ein ganz normaler Tag in El Rocío. Das Dorf befindet sich in der andalusischen Provinz Huelva, rund eine Autostunde entfernt von Sevilla. Obwohl hier nur etwa 1600 Einheimische leben, ist es eines der wichtigsten Dörfer in ganz Spanien.
Im spanischen El Rocío geht es ruhig zu
Was El Rocío so besonders macht, ist unbestritten das einzigartige Flair. Du wirst bei einem Besuch schnell vergessen, dass du dich gerade mitten in Spanien befindest und die nächste große Stadt nur eine Stunde mit dem Auto entfernt liegt. In El Rocío scheint die moderne, hektische Welt weit, weit weg.
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Wie wichtig Pferde als Fortbewegungsmittel sind, zeigen nicht nur die unzähligen Anbindebalken und Koppeln, sondern auch eine Besonderheit vor den wenigen Bars: Dort gibt es erhöhte „Tische“ im Außenbereich – damit die Cowboys ihr Getränk bequem auf dem Rücken der Pferde genießen und bei Bedarf kurz abstellen können.
El Rocío ist dank einer Statue berühmt
Obwohl El Rocío winzig klein ist und dort mindestens genauso viele Pferde wie Menschen unterwegs sind, ist das Dorf in ganz Spanien bekannt. Denn jedes Jahr am Pfingstwochenende wird El Rocío Schauplatz der „Romería de Rocío“, der größten Wallfahrt Andalusiens. Dann kommen rund eine Million Pilgerinnen und Pilger in das sonst fast verlassene Dorf.
Die Festlichkeiten gehen auf eine Legende aus dem 13. Jahrhundert zurück. Demnach soll ein Hirte eine Statue der Jungfrau Maria in einem Baum in der Nähe des heutigen Dorfes entdeckt haben. Er wollte sie nach Hause tragen, doch jedes Mal, wenn er Rast einlegte, kehrte die Statue zu ihrem Fundort zurück. An ebendiesem Ort befindet sich nun die Wallfahrtskirche von El Rocío.
Bis heute thront eine große Statue der Jungfrau Maria über dem Altar in der Kirche. Sie wird La Paloma Blanca (deutsch: die weiße Taube) genannt und ist die Hauptfigur der „Romería de Rocío“.
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„Romería de Rocío“: Die Festlichkeiten in El Rocío
Während der „Romería de Rocío“ verwandelt sich der sonst so verschlafene Ort in ein buntes Fest. Es gibt Musik, die Menschen tanzen mit ihren Flamenco-Gewändern durch die Straßen, überall riecht es nach gutem Essen.
Einen Höhepunkt bildet die Prozession am Pfingstmontag. Dabei wird die riesige Marienstatue über Stunden durch die Straßen El Rocíos getragen. Sie zu berühren, soll Glück bringen – deshalb kommt es oft zu chaotischen Szenen während des Umzugs.
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In der Nacht vor der Prozession findet der „Salto de la Verja“, auf Deutsch der „Sprung über den Zaun“, statt. Dabei klettert eine der Bruderschaften über das Sperrgitter vor dem Kirchenaltar, um die heilige Statue zu holen und sie auf ihren Weg durch das Dorf zu bringen.
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Ganz in der Nähe von El Rocío: Der Nationalpark Doñana
Unweit des Dorfes breitet sich der Nationalpark Doñana aus. Der Park ist eines der schönsten Feuchtgebiete Europas und besteht aus verschiedenen Ökosystemen. Vom Marschland über Kiefernwälder bis zu unberührten Stränden kannst du hier in die Natur eintauchen.
Das ganze Jahr über sind dort etliche Vogelarten anzutreffen, im Sommer nisten Flamingos, im Herbst kommen Enten zu Besuch. Verschiedene Wanderwege schlängeln sich durch den Park; wer möchte, kann auch an einer geführten Tour teilnehmen.
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