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Mehr Geheimtipp geht nicht: Diese Insel in Italien ist nur an 23 Tagen im Jahr geöffnet

Montecristo ist einer der exklusivsten Orte in ganz Italien: Pro Jahr dürfen lediglich 1725 Menschen die Insel besuchen– und das auch nur zu ausgewählten Terminen, im Jahr 2026 sind es 23. Montecristo hat eine unglaubliche Artenvielfalt und muss deshalb vom Massentourismus verschont bleiben. Die mystische Geschichte des Ortes macht den Flecken zu einem ganz besonderen Ziel.

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Hier liegt die besondere Insel Montecristo

Schroff ragen die dunklen Felsklippen von Montecristo aus dem Wasser auf. Die viertgrößte Insel des toskanischen Archipels misst 10,4 Quadratkilometer, sie liegt zwischen dem italienischen Festland (60 Kilometer entfernt) und der französischen Insel Korsika.

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Bis zum 16. Jahrhundert war sie die Heimat einer Klostergemeinde, bot früher Piraten, Einsiedlern und Aussteigern Zuflucht. Doch heute ist sie bis auf eine kleine Wildhüterstation komplett unbewohnt. Übernachtungen für andere Menschen sind dort nicht erlaubt.

Die Insel hat zwar keinerlei touristische Infrastruktur, dafür aber jede Menge atemberaubende Landschaft. Sie steht unter Naturschutz – baden und fischen sind nicht erlaubt. Und das, obwohl es eine so idyllische kleine Bucht wie die Cala Maestra gibt. Wer es doch tut, riskiert hohe Strafen.

So idyllisch er auch aussieht: Sonnenbaden und schwimmen sind an der Cala Maestra auf Montecristo nicht erlaubt.Quelle: imago images / Nature Picture Library

Touristinnen und Touristen dürfen Montecristo nur auf drei Wanderwegen erkunden. Dabei erleben sie eine der ursprünglichsten Pflanzenwelten im gesamten Mittelmeerraum, mit Erika, viel Rosmarin, Zistrose und italienischer Strohblume. Die Pflanzen sind alle nur mittelhoch, sodass es auf Montecristo kaum Schatten gibt. Die einzige hohe Pflanze ist der im 19. Jahrhundert eingeschleppte Götterbaum.

Zudem leben auf der Insel viele Tierarten, darunter eine sehr seltene Froschart sowie seit mehreren Hundert Jahren auch wilde Ziegen. Diese kamen vermutlich mit Seefahrern nach Montecristo. Außerdem machen zahlreiche Zugvögel auf ihrem Weg Richtung Süden oder Norden auf der Insel Station.

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Gebäude gibt es neben der Wildhüterstation nur noch zwei: die Villa Reale in der Bucht Cala Maestra, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde und heute ein kleines Naturkundemuseum beherbergt, und eine Klosterruine. Dieses Gebäude wurde im Jahr 1553 von Piraten zerstört, heute ist die Ruine – die auf einem Hügel über dem tiefblauen Tyrrhenischen Meer thront – halb von Sträuchern und Gräsern überwachsen.

Die Insel wurde durch den Roman „Der Graf von Monte Cristo“ berühmt

Und über der ganzen Insel schwebt der Mythos des „Grafen von Monte Cristo“ – der Abenteuerroman von Alexandre Dumas handelt vom jungen Seemann Edmond Dantès, der einen auf Montecristo vergrabenen legendären Schatz findet. Das Buch hat die Insel berühmt gemacht, und zahlreiche Legenden ranken sich um diesen Ort.

Eine dieser Legenden erzählt die Geschichte des Gefangenen und Sklaven San Mamiliano, der auf die Insel geflüchtet sei, um dort in einer Höhle zu leben, wie das Portal „Info Elba“ berichtet.

Blick über die Insel Montecristo mit der Ruine des Klosters.Quelle: imago images / Nature Picture Library

San Mamiliano kämpfte der Legende nach mit einem geflügelten Drachen, dem Bewacher der Insel. An der Stelle, an der er den Drachen tötete, soll eine Quelle mit glasklarem Wasser entsprungen sein. Die pyramidenförmige Insel habe er daraufhin Montecristo genannt, zu Deutsch: Berg Christus. Egal ob Naturforscher oder Fantasy-Freak – ein Besuch auf dieser Insel ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes.

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Montecristo 2026 besuchen: So geht es

Für das Jahr 2026 sind 23 Besuchstermine geplant – der erste am Samstag, 21. März, und der letzte am Sonntag, 20. September. Davor und danach sowie zwischen Mitte April und Mitte Mai ist die Insel geschlossen, zum Schutz der Zugvögel. Es herrscht ein absolutes Betretungsverbot. Jeder organisierte Besuch bietet Platz für maximal 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, insgesamt ist das Erlebnis für maximal 1.725 Personen reserviert.

Wer an einer der Exkursionen teilnehmen will, kann seit Montag, 9. Februar, beim „Nationalpark toskanischer Archipel“ eine Reservierung für etwa 140 Euro beantragen.

Die Abfahrten erfolgen meist vom Hafen in Piombino mit einem Zwischenstopp in Porto Azzurro auf Elba. An zwei Terminen starten und enden die Ausflüge auf der Insel Santo Stefano, es gibt einen Zwischenstopp auf der Insel Giglio. Die Exkursionen werden von der Nationalparkverwaltung des Toskanischen Archipels in Zusammenarbeit mit der Carabinieri-Einheit für Biodiversität in Follonica organisiert.

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