Polarlichter in Grönland, Streetfood in Teheran oder eine Rundreise durch Kolumbien: Reisen leben von Neugier, von Abenteuer, von diesem „Was-wäre-wenn-ich-einfach-losziehe“-Gefühl. Doch bei aller Vorfreude und Fernweh reist das Weltgeschehen meist mit. 2026 ist da keine Ausnahme, im Gegenteil: Konflikte schwelen weiter, neue Spannungen zeichnen sich ab, Wahljahre bringen Unruhe.
📑 Inhaltsverzeichnis▼
- 1.Überblick
- 2.1. Ukraine-Krieg 2026: Drohnen, Hackerangriffe und Risiken für Europas Flughäfen
- 3.2. Grönland, NATO, Nordatlantik: Spannungen im hohen Norden
- 4.3. Reisen nach Israel 2026: Sicherheitslage bleibt unberechenbar
- 5.Iran-Proteste und ihre Folgen für Flugverkehr nach Asien
- 6.Türkei, Syrien und Südostanatolien: Terrorgefahr und Grenzregionen im Blick
- 7.Der reisereporter-Newsletter: Die Vorteile für dich
- 8.Reisewarnung für Venezuela 2026: Angespannte und unvorhersehbare Lage
- 9.Wahljahre als Risikofaktor: Von Bangladesch bis Äthiopien
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Wer unterwegs ist, merkt schneller als früher: Globale Politik bleibt nicht abstrakt, sie hat konkrete Folgen für Urlaubende und zwar nicht nur innerhalb des eigentlichen Konfliktgebiets, sondern darüber hinaus: Sie kann Flugrouten verändern, Sicherheitskontrollen verschärfen oder ganze Regionen kurzfristig ins Wanken bringen.
Welche Entwicklungen genau Reisende in 2026 im Blick behalten sollten, hat das auf Krisenprävention spezialisierte Unternehmen A3M dem reisereporter auf Nachfrage mitgeteilt. Die Expertinnen und Experten beobachten weltweit politische und sicherheitsrelevante Trends.
Wir geben einen Überblick, welche Konflikte und Ereignisse deine nächste Reise beeinflussen könnten.
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Überblick
- 1. Ukraine-Krieg 2026: Drohnen, Hackerangriffe und Risiken für Europas Flughäfen
- 2. Grönland, NATO, Nordatlantik: Spannungen im hohen Norden
- 3. Reisen nach Israel 2026: Sicherheitslage bleibt unberechenbar
- Iran-Proteste und ihre Folgen für Flugverkehr nach Asien
- Türkei, Syrien und Südostanatolien: Terrorgefahr und Grenzregionen im Blick
- Reisewarnung für Venezuela 2026: Angespannte und unvorhersehbare Lage
- Wahljahre als Risikofaktor: Von Bangladesch bis Äthiopien
1. Ukraine-Krieg 2026: Drohnen, Hackerangriffe und Risiken für Europas Flughäfen
Der Krieg in der Ukraine bleibt einer der zentralen Unsicherheitsfaktoren für Europa. Hintergrund sind laut A3M die schwindende Unterstützung der USA für die Ukraine, die Abkehr der USA von Europa sowie eine stärkere Übernahme russischer Positionen durch Washington, die die geopolitische Lage weiter verschärfen könnten. Friedensverhandlungen gelten als festgefahren, da Moskau weiterhin auf Maximalforderungen beharrt. Gleichzeitig seien weitere Gebietsgewinne russischer Truppen nicht ausgeschlossen. Möglich sind A3M zufolge ausgeweitete Luftangriffe in der Ukraine und auf die Hauptstadt Kiew.
Russland hat nach Einschätzung der Krisenanalysten zunehmend europäische Infrastruktur, insbesondere Flughäfen, im Visier. Dort seien weiterhin Drohnenflüge, Hackerangriffe und Sicherheitsvorfälle möglich.
Die Folgen davon wären beispielsweise temporäre Flughafenschließungen, Flugumleitungen oder verschärfte Sicherheitskontrollen.
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2. Grönland, NATO, Nordatlantik: Spannungen im hohen Norden
Was lange nach geopolitischer Randnotiz klang, könnte strategische Realität werden: Wiederholte Drohungen aus den USA, Grönland notfalls auch militärisch zu annektieren, sorgten international für Irritation. Zwar wurden militärische Schritte zuletzt ausgeschlossen und Strafzölle vorerst ausgesetzt, im Gegenzug aber sicherheitspolitische Zugeständnisse vereinbart, etwa die Einbindung Grönlands in ein US-Raketenabwehrsystem.
A3M berichtet, dass 2026 „nach Einschätzung vieler Beobachter mit einer starken Schwächung der regelbasierten Weltordnung und transatlantischer Kooperation“ startet. Eine erneute Eskalation im Nordatlantik wird laut den Sicherheitsexperten die NATO „stark schwächen“ und könnte Russland ermutigen, die Verteidigungsbereitschaft in Osteuropa zu testen.
Für Reisende bedeutet das: Der arktische Raum bleibt zwar touristisch zugänglich, doch politische Spannungen könnten Einfluss auf Flugrouten, militärische Präsenz und diplomatische Beziehungen haben.
3. Reisen nach Israel 2026: Sicherheitslage bleibt unberechenbar
Israel befindet sich formell immer noch im Kriegszustand. Der Konflikt im Gazastreifen, der nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 eskalierte, ist trotz eines im Herbst 2025 vereinbarten Friedensplans nicht gelöst. Der Waffenstillstand wird regelmäßig verletzt, größere Kampfhandlungen pausieren zwar, doch zentrale Streitpunkte – etwa die Entmilitarisierung des Gazastreifens – bleiben ungelöst, fasst A3M zusammen. Auch im Südlibanon stocke der Prozess zwischen Israel und der Hisbollah. Hinzu komme die geschwächte, aber weiterhin einflussreiche Rolle Irans.
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Angesichts der militärischen Schwächung des Iran und der Hamas und Hisbollah könnten, den Sicherheitsanalysten zufolge, sowohl terroristische Anschläge innerhalb des Landes als auch israelische und jüdische Ziele in Europa stärker forciert werden. Laut dem Auswärtigen Amt ist die Sicherheitslage in Israel, auch in Tel Aviv und Jerusalem, „unvorhersehbar“. Wegen der zugespitzten Lage in Iran könne eine „zeitnahe militärische Eskalation in der Region, so auch in Israel, nicht ausgeschlossen werden“, so die Behörde.
Iran-Proteste und ihre Folgen für Flugverkehr nach Asien
Die weitere Entwicklung in Israel ist daher auch abhängig von der Lage im Iran: Seit Ende 2025 erschüttern massive Proteste das Land. Tausende Todesopfer werden vermutet. Gleichzeitig stehen Drohungen einer militärischen Intervention durch die USA im Raum.
A3M bewertet das Regime „innenpolitisch weiterhin stark gefestigt“, warnt jedoch, dass der Rückhalt im Militär und in weiten Teilen der Bevölkerung bei anhaltenden Protesten geschwächt werden könnte.
„Eine militärische Intervention durch die USA und Israel würde 2026 die Region weiter destabilisieren“, lautet die Einschätzung. Das hätte unmittelbare Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt – insbesondere auf die sogenannte Südroute nach Asien, die für viele Verbindungen zwischen Europa und Südostasien essenziell ist.
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Flugumleitungen, längere Reisezeiten und höhere Ticketpreise sind dann realistische Szenarien, die Reisende in den ersten Wochen im Jahr 2026 teilweise schon zu spüren bekommen haben.
Türkei, Syrien und Südostanatolien: Terrorgefahr und Grenzregionen im Blick
In Nordsyrien geht die Offensive der syrischen Armee unter der islamistischen Übergangsregierung gegen kurdische Milizen weiter. Zugleich kommt es seit März 2025 zu einem Massaker gegen Minderheiten (Alawiten) durch Sicherheitskräfte in Westsyrien, fasst A3M zusammen.
Der Sicherheitsdienstleister sieht die Gefahr eines „Spillover“-Effekts – also eines Übergreifens des Konflikts über die Landesgrenzen hinweg – in die Südosttürkei. Anschläge gegen Sicherheitskräfte in der Türkei oder eine erneute Destabilisierung staatlicher Strukturen seien nicht ausgeschlossen.
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Das Auswärtige Amt schreibt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen, dass in allen Teilen der Türkei grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden müsse. Die Behörde rät Reisenden, größere Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie den Aufenthalt in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen zu meiden.
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Von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Irak und zu Syrien in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri wird weiterhin abgeraten.
Reisewarnung für Venezuela 2026: Angespannte und unvorhersehbare Lage
Seit den Luftangriffen und der Inhaftierung von Staatspräsident Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 gibt es für Venezuela eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt.
Nachdem US-Präsident Trump abgekündigt hatte, Venezuela zu verwalten, bis eine neue Regierung eingesetzt wird, bleibt die Lage A3M zufolge „weiterhin angespannt und unvorhersehbar mit Berichten über anhaltende Sicherheitsoperationen“. Mögliche Widerstände aus Teilen des Militärs – insbesondere außerhalb der Hauptstadt Caracas seien möglich.
Wahljahre als Risikofaktor: Von Bangladesch bis Äthiopien
Neben bewaffneten Konflikten sieht A3M auch in anstehenden Wahlen Eskalationspotenzial. Oftmals können diese mit Demonstrationen, Straßensperren oder kurzfristigen Ausgangsbeschränkungen einhergehen, selbst in sonst touristisch beliebten Städten. Besonders im Fokus sind den Sicherheitsexperten zufolge in der ersten Jahreshälfte 2026:
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- Bangladesch: Parlamentswahlen am 12. Februar: Nach politischen Attentaten und schweren Ausschreitungen gilt ein erneutes Aufflammen politischer Gewalt als wahrscheinlich.
- Benin: Präsidentschaftswahlen am 12. April: Nach einem Putschversuch und massiver Schwächung der Opposition könnten die Präsidentschaftswahlen Proteste auslösen.
- Kolumbien: Parlamentswahlen am 8. März und Präsidentschaftswahlen am 31. Mai: Angesichts historischer politischer Gewalt und aktueller Polarisierung bleibt das Risiko von Anschlägen und Unruhen erhöht.
- Nepal: Parlamentswahlen am 5. März: Anhaltende Unzufriedenheit über Korruption könnte erneut in gewaltsame Proteste münden.
- Libanon: Parlamentswahlen im Mai: Polarisierung rund um Wahlrecht und die Rolle der Hisbollah birgt Protestpotenzial.
- Äthiopien: Parlamentswahlen am 1. Juni: Nach dem Tigray-Krieg bleiben ethnische Konflikte in mehreren Regionen ungelöst.
Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.
Reisereporter
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