Viareggio, Livorno, Piombino – das sind einige der schönen Küstenstädte in der Toskana, die als Urlaubsorte bekannt sind. Du möchtest in deinen Ferien lieber durch einen kleinen Ort streifen und auf das Meer blicken? Wir touren mit dir durch sieben traumhafte Toskana-Dörfer.
📑 Inhaltsverzeichnis▼
- 1.1. Entspannt: San Vincenzo
- 2.2. Einzigartig: Populonia
- 3.3. Beeindruckend: Porto Ercole
- 4.4. Geschichtsträchtig: Talamone
- 5.Badeurlaub: Die schönsten Strände in der Toskana
- 6.Toskana ohne Touristenmassen – so geht es
- 7.Diese 7 Naturwunder in der Toskana musst du sehen
- 8.5. Charmant: Castiglioncello
- 9.6. Künstlerisch: Marina di Pietrasanta
- 10.7. Maritim: Bocca di Magra
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So unterschiedlich sie auch sind, sie haben alle ihren besonderen Reiz und Charme. Ob entspannt, geschichtsträchtig oder mit Hollywood-Flair – bei uns findest du ein passendes Ausflugsziel für dein toskanisches Dorfabenteuer.
1. Entspannt: San Vincenzo
Eines der schönsten Dörfer an der Küste ist das kleine San Vincenzo in der Provinz Livorno. Die Gemeinde mit noch nicht einmal 7000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der perfekte Ort für einen entspannten Strandurlaub mit feinem Sand, Pinien und einem gemütlichen Restaurantbesuch am Abend. Nicht ohne Grund gehört San Vincenzo zu den Orten der italienischen Cittàslow-Bewegung – Orten, in denen auf Entschleunigung und eine gute Lebensqualität geachtet wird.
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Dennoch, San Vincenzo bietet auch einige Sehenswürdigkeiten: Du kannst dort durch die Markthalle und den großen Jachthafen schlendern. Du kannst einen Blick in die Chiesa di San Vincenzo Ferrer werfen. Oder du läufst zum Geburtshaus des berühmten Malers Amedeo Modigliano. Er wurde vor allem für seine Aktgemälde bekannt. Nicht weit von der Gemeinde gibt es das Aquarium von Livorno, den Naturpark Rimigliano und das Santuario di Montenero – ein Kloster, das in den Hügeln oberhalb von Livorno in Monte Nero liegt.
In San Vincenzo kannst du es ruhig angehen lassen oder auch – ganz entspannt – einige nicht allzu anstrengende Aktivitäten und Ausflüge ins Auge fassen.
2. Einzigartig: Populonia
Auch Populonia liegt in der Provinz Livorno. Das winzige Dorf thront auf einem Hügel am Golf von Baratti und besteht aus zwei Teilen: dem Populonia Alta, das heute noch bewohnt ist, und dem antiken Populania, einer ehemaligen etruskischen Siedlung. Schon allein wegen der traumhaften Lage lohnt sich ein Ausflug in dieses historische Dörfchen. Du kannst dort durch die engen Gassen streifen und hoch bis zum Turm der Festung laufen. Von dort aus kannst du bis nach Elba blicken.
Setze deinen Ausflug in die Etrusker-Zeit fort und besichtige den Parco Archeologico. In diesem Freilichtmuseum kannst du die Akropolis der antiken Stadt und ihre Werkstätten erkunden. Früher war Populonia das größte Zentrum der Eisenverarbeitung im Mittelmeerraum – daran erinnern noch heute alte Hochöfen und andere Überreste der Eisen-Ära. Außerdem kannst du dir auf dem Gelände des Parco die Nekropolen anschauen, in Fels gehauene Gräber oder Gräber in Form eines Hauses.
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Die Einwohnerinnen und Einwohner von Populonia, das zu Piombino gehört, kann man wohl fast an zwei Händen abzählen – 2001 sollen lediglich 17 Menschen in dem Küstenort gewohnt haben.
3. Beeindruckend: Porto Ercole
Wunderschön gelegen ist auch Porto Ercole auf der Halbinsel Monte Argentario. Der Küstenort beeindruckt viele Reisende vor allem wegen seiner massiven Festungsanlagen, die die kleine Bucht umgeben: die Rocca Spagnola, das Forte Filippo, das Forte Stella und das Forte Santa Caterina. Besonders markant ist das Forte Stella, das in einer unregelmäßigen Sternenform erbaut wurde.
Viel Charme versprüht Porto Ercoles kleine Altstadt mit ihrem Uhrenturm, den Gassen, kleinen Plätzchen, Treppen und Torbögen. Auch einen Bummel im Jachthafen entlang der lebhaften Promenade mit Cafés, Restaurants und Geschäften solltest du dir in Porto Ercole nicht entgehen lassen. Ein Highlight nordöstlich des Ortes ist der Naturpark Duna Feniglia zwischen der Lagune von Ortebello und dem Tyrrhenischen Meer.
Dort kannst du durch Pinienwälder laufen, über Dünen wandern und an traumhaften Stränden verweilen. Auch eignet der Park sich für Fahrradtouren. Neben verschiedenen Vogelarten leben dort Damwild und Wildschweine. Porto Ercole ist neben dem größeren Ort Porto Santo Stefano ein Teil der Gemeinde Monte Argentario.
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4. Geschichtsträchtig: Talamone
Ein kleines, geschichtsträchtiges Fischerdorf kannst du in der Provinz Grosseto besichtigen: Talamone ist ein Ortsteil von Ortebello am Rande des Naturparks der Maremma. Das Dorf mit ein paar Hundert Einwohnerinnen und Einwohnern blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: In der Nähe von Talamone sollen sich Römer und Kelten im Jahr 225 v. Chr. eine Schlacht geliefert haben. Eine erste Blütezeit erlebte der Ort während des Römischen Reiches: Häuser und Thermen wurden gebaut. Bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs durchlebte Talamone durch die verschiedenen Eroberungen immer wieder einen Wechsel zwischen Zeiten des Aufbaus und erneuter Zerstörung.
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Die bekannteste Sehenswürdigkeit – und Wahrzeichen – des Küstendorfes ist heute die Festung Rocca Aldobrandesca. Auch die noch erhaltenen Stadtmauern sind charakteristisch für den Ort. In der Nähe, am östlichen Ende der Bucht von Talamone, kannst du dir außerdem einen Etruskertempel aus dem vierten Jahrhundert anschauen. Ein bisschen mehr Berühmtheit erlangte Talamone, weil dort ein Teil des James-Bond-Films „Ein Quantum Trost“ (2008) gedreht wurde.
5. Charmant: Castiglioncello
Elegant und fast schon elitär kommt der kleine Küstenort Castiglioncello in der Provinz Livorno daher. Er gehört zur Gemeinde Rosignano Marittimo und liegt auf einem Felsvorsprung. Das Dorf wurde einst von Etruskern gegründet. Mit seinen Steilklippen, Buchten und Stränden entwickelte es sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem beliebten Ferienort.
Nicht nur Künstler, Maler und Schriftsteller kamen, um sich von der schönen Landschaft inspirieren zu lassen. Auch die Filmwelt flog auf Castiglioncello – der italienische Schauspieler Alberto Sordi kaufte sich dort eine Luxusvilla. Auch Luigi Pirandello, Luchino Visconti und Vittorio Gassman sollen in Castiglioncello Häuser gehabt haben.
Höhepunkte des kleinen Ortes sind neben der traumhaften Landschaft die Altstadt, das Castello Pasquini und der Parco Archeologico, in dem du die Ruinen einer etruskischen Siedlung erkunden kannst. Der künstlerische Vibe des Ortes ist nicht verloren gegangen: Auch heute finden in Castiglioncello, wo knapp 4000 Menschen wohnen, zahlreiche Kulturveranstaltungen statt.
6. Künstlerisch: Marina di Pietrasanta
Ein wunderschöner Ort zum Flanieren und Baden ist auch Marina di Pietrasanta, ein Ortsteil der Gemeinde Pietrasanta. Vor der Kulisse der Apuanischen Alpen zwischen dem Strandbad Lido di Camaiore und dem schicken Forte dei Marmi gelegen, zieht die Marina seit den 1930er-Jahren Strandurlauberinnen und Strandurlauber an. In der Nebensaison sind dort besonders an Wochenenden auch viele Einheimische zum Spazieren und Cappuccino-Genießen unterwegs.
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Bummele durch die kleine Fußgängerzone, lasse dich in einem der Cafés nieder und gehe am Strand von Marina di Pietrasanta spazieren. Besonders schön ist an diesem feinen Küstenort, dass du dort wie in der Altstadt Pietrasanta einiges an Kunst entdecken kannst: An mehreren Stellen in der Fußgängerzone, aber auch in der Nähe der Seebrücke stehen Skulpturen, zum Teil aus Carrara-Marmor gefertigt.
So wird ein Besuch von Marina di Pietrasanta zu einem kleinen kulturellen Erlebnis. Bekannt ist auch die Villa La Versilliana, in der früher berühmte Persönlichkeiten, darunter einige Künstler, ihre Ferien verbrachten. Heute ist sie ein kultureller Veranstaltungsort.
7. Maritim: Bocca di Magra
Auch Bocca di Magra gehört zu den schönen, kleinen Küstendörfern der Toskana – obwohl der Ort bereits auf der Grenze zu Ligurien liegt. Das Dorf selbst ist nicht so spannend wie die anderen Orte in unseren Top 7 – aber: Es liegt direkt am Fluss Magra, an der Stelle, wo der Magra ins Meer mündet. Dort hast du vor allem den Blick auf viel Wasser. Du kannst entlang der Hafenpromenade schlendern und dich in einem der paar Cafés niederlassen, die es dort gibt.
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Historische Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Villa Romana, von der aber nur noch einige Ruinen übrig sind. Heute leben in Bocca di Magra gerade mal ein paar Hundert Menschen. Früher soll es ein Treffpunkt von bekannten Schriftstellern und Intellektuellen gewesen sein – kaum zu glauben, wenn man heute durch den kleinen, zu manchen Jahreszeiten fast schon verschlafenen Ort geht.
Die Anfahrt nach Bocca di Magra ist etwas abenteuerlich: Du erreichst den Ort über eine schmale Einbahnstraße. Er eignet sich gut als Kaffeestopp auf dem Weg von Lucca Richtung Cinque Terre.
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