Reisen um die Welt Toskana-Urlaub: So umgehst du die Touristenmassen

Toskana-Urlaub: So umgehst du die Touristenmassen

Knapp 50 Millionen Touristinnen und Touristen besuchen die Toskana jedes Jahr. Im Urlaub bedeutet das: Es sind überall Menschen unterwegs, um eine der schönsten Regionen Italiens zu erkunden. Es gibt aber die Chance, dem Trubel auszuweichen.

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Wichtig sind die Reisezeit, die Reiseziele und Neugier auf Orte abseits der typischen Sehenswürdigkeiten. Wir verraten dir ein paar Geheimtipps für die Toskana.

Die Nebensaison in der Toskana auskosten

Keine Frage: Die Toskana ist gut besucht. Willst du die italienische Region ohne Touristenmassen erleben, musst du deinen Urlaub abseits der Hauptsaison planen. Von Juli bis August herrscht Hochsaison. Dann ist es überall richtig voll – und auch heiß.

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Die ideale Reisezeit liegt in der Nebensaison. Dann sind weniger Touristen unterwegs und das Klima ist perfekt, um die Toskana zu erkunden. Im Frühling und Herbst kannst du auch im Mittelmeer baden. Am wenigsten los in der Toskana ist im Winter. Aber auch dann hat die Region ihren besonderen Reiz und die Flugpreise sinken.

Die Bucht Cala Violina in der Toskana

In der Toskana gibt es nicht nur Geschichte, sondern auch Meer. Die 397 Kilometer lange Küste am Tyrrhenischen Meer bietet jede Menge herrliche Plätze. Viele davon sind gut besucht. Hier gilt: Je schwieriger ein Ort zu erreichen ist, desto weniger ist los.

Einer der schönsten Orte ist die Cala Violina, die nur mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen ist. Der nächstgelegene Parkplatz liegt in Pian d‘Alma, etwa 45 Minuten Fußmarsch entfernt. Der Name bedeutet übersetzt „Geigenbucht“. Dieser entstand, weil angeblich eine Art Geigenklang ertönt, wenn man barfuß durch den Sand geht.

Einer der schönsten Plätze an der Küste am Tyrrhenischen Meer ist die Cala Violina.Quelle: IMAGO/Pond5 ImagesWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Das goldene Dreieck der Toskana

Wer in die Toskana reist, will meist auch die Hauptstadt besichtigen. Florenz ist ganzjährig stark besucht – und nicht unbedingt die günstigste italienische Stadt. Willst du im Urlaub sparen, lohnt es sich, nicht in der Stadt eine Unterkunft auszusuchen.

Als Geheimtipp gilt das „goldene Dreieck“ der Toskana. Die Stadt Figline Valdarno liegt mitten im Dreieck der Städte Florenz, Siena und Arezzo. Quartierst du dich hier ein, erreichst du die Städte alle unter einer Fahrstunde – und hast auch direkten Anschluss an die Bahn.

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Lucca in der Toskana: Die Stadt der 99 Kirchen

Wer den Trubel in Florenz oder Pisa scheut, ist in der Stadt Lucca genau richtig. Knapp 90.000 Menschen leben hier. Die Stadt ist gemütlich und ein echter Geheimtipp, wenn man bei einem Roadtrip durch die Toskana Lust auf ein bisschen urbanes Flair hat, aber den Lärm einer Großstadt scheut.

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Lucca ist bekannt als „Stadt der 99 Kirchen“, wobei nicht ganz sicher ist, ob es wirklich exakt 99 Kirchen gibt. Die schönste ist die Kathedrale San Martino aus dem zwölften Jahrhundert. Absolut sehenswert sind der Torre Guinigi, ein 40 Meter hoher Turm, auf dem sieben Steineichen wachsen, und die vier Kilometer lange Stadtmauer, eine der besterhaltenen in ganz Europa.

Eine tolle Alternative zu vollen Städten wie Florenz oder Pisa ist Lucca.Quelle: IMAGO/Pond5 Images

Das einzigartige Val d’Orcia in der Toskana

Wer abseits der Städte und Dörfer eine große Portion Natur sucht, ist im Val d‘Orcia genau richtig. Die ursprüngliche Region im südlichen Teil der Provinz Siena erstreckt sich von der Crete Senesi bis zum Vulkan Monte Amiata und lockt mit spektakulären Landschaften. 2004 erklärte die Unesco die ganze Region zum Weltkulturerbe.

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: die malerische Toskana.Quelle: IMAGO/Pond5 Images

Eine Besonderheit ist die Landschaft mit ihren flachen Ebenen, aus denen sich kegelförmige Hügel erheben. Bereits in der Renaissance kamen Maler und Künstler, um hier kreativ zu sein. Viele Künstler der Schule von Siena fanden hier Motive für ihre Landschaftsbilder.

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Toskana: Die Quellen von Petriolo

Die Toskana ist berühmt für ihre heißen Quellen. Das liegt an dem Monte Amiata. Der Vulkan ist zwar längst erloschen, hat aber noch genügend Kraft, um versickertes Regenwasser zu erwärmen und Schwefel aus dem Boden zu lösen. Ob Saturnia oder San Filippo: Zahlreiche Touristen lassen es sich nicht entgehen, in den legendären Bädern zu planschen.

Eine Alternative zu den vollen Bädern liegt zwischen dem Val di Merse und der Maremma: Das Thermalwasser der Bäder von Petriolo entspringt mit einer Temperatur von 43 Grad entlang des Flusses Farma. Schon die Römer badeten hier. Im Mittelalter war das kleine Dorf dann die beliebteste Thermalanstalt der ganzen Toskana.

Das Thermalwasser der Bäder von Petriolo entspringt mit einer Temperatur von 43 Grad.Quelle: IMAGO/imagebroker

Der Vagli-Stausee und das geflutete Dorf

Wasser spielt auch die Hauptrolle am Vagli-Stausee, dem größten Stausee der Toskana. Er liegt in der Provinz Lucca in der Landschaft der Garfagnana. Die Besonderheit liegt hier unter dem Wasser: ein ganzes geflutetes Dorf!

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Im Jahr 1946 wurde das Dorf Fabbriche di Careggine vollständig überflutet, um den Stausee zu schaffen. Zuvor wurden alle Bewohner in das Bergdorf Vagli Sotto umgesiedelt.

Etwa alle zehn Jahre wird das Wasser abgelassen, um Renovierungsarbeiten vorzunehmen. Dabei kommt dann das Gespensterdorf zum Vorschein. Einen ganzen Sommer lang besteht die Möglichkeit, das Geisterdorf zu sehen. Zuletzt war es im Jahr 2024 wieder so weit und Fabbriche war sichtbar.

Toskanischer Antiquitätenmarkt in Arezzo

Eine gute Alternative zu Florenz ist die Stadt Arezzo, in der rund 100.000 Menschen leben. Die Stadt liegt abseits des touristischen Radars, hat aber eine lange Geschichte. Schon im ersten Jahrhundert nach Christus war Arezzo berühmt für die Herstellung römischen Tafelgeschirrs.

Noch heute ist Arezzo bekannt für Kunsthandwerk und Schmuckherstellung. Monatlich werden rund zehn Tonnen Gold verarbeitet. Zu den bekanntesten Produkten des Kunsthandwerks zählen die Arentiner Vasen. Ein Highlight der Stadt ist gleichzeitig ein Rekord: In Arezzo findet an jedem ersten Wochenende des Monats Italiens ältester Antiquitätenmarkt statt!

Verkaufsstände am Antikmarkt in der Altstadt von Arezzo in der Toskana.Quelle: IMAGO/imagebrokerWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Toskanische Küche

Wer die Toskana kennenlernen will, sollte sich mit der toskanischen Küche auseinandersetzen und die Spezialitäten der Region kennenlernen. Jahrhundertelang herrschte große Armut in der Toskana. Gegessen wurde, was man fand, jagte oder selbst anbaute. Das prägte viele Gerichte, die noch heute auf Speisekarten zu finden sind.

Ein Klassiker ist Panzanella, ein toskanischer Brotsalat mit gerösteten Ciabatta-Würfeln, frischem Gemüse und Mozzarella, Pappa al pomodoro, eine Tomaten-Brotsuppe, der Eintopf Ribollita und Pasta mit Steinpilzen, Hase oder Wildschwein.

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