Die Pünktlichkeit japanischer Züge ist legendär. Sie gelten als die pünktlichsten der Welt – an japanischen Bahnhöfen entsteht schon Unruhe, wenn ein Zug auch nur eine Minute zu spät kommt! Die durchschnittliche Verspätung beträgt nur 12 Sekunden. Was Züge angeht, ist Japan also weltweiter Vorreiter. Und baut jetzt sogar an einem Zug, der dank Magnetschwebetechnik eine unglaubliche Geschwindigkeit von über 600 Kilometern pro Stunde erreichen soll.
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Der schnellste Zug der L0-Serie der „Central Japan Railway Company“ soll auf einer neuen, größtenteils unterirdischen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Tokio über Nagoya nach Osaka fahren. Die Städte Tokio und Osaka wären dann nur noch 67 Minuten voneinander entfernt – momentan dauert die Zugfahrt etwa zweieinhalb Stunden.
Wie der Zug von Innen aussehen wird, wurde schon 2020 bei einem Pressetermin enthüllt.Quelle: imago images/Kyodo News
Ein Zug mit über 600 Kilometern pro Stunde im Test
Schon im April 2015 erreichte der Zug in einem Test eine Geschwindigkeit von über 600 Kilometern pro Stunde. Geplant ist laut Website der Central Japan Railway Company allerdings erst einmal „nur“ eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 500 Kilometern pro Stunde. So will man den Bremsweg verkürzen und insgesamt weniger Züge einsetzen müssen.
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Der schnellste Zug der Welt fährt mit Magnettechnologie.Quelle: imago/Kyodo News
Mit diesem Tempo liegt der japanische Zug im internationalen Vergleich trotzdem noch weit vorne: Ein deutscher ICE erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde, der Transrapid in China etwa 430 Kilometer pro Stunde. Der französische TGV fliegt mit bis zu 320 Kilometern pro Stunde über die Schienen.
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Japanischer L0-Zug erreicht hohes Tempo dank Magnettechnologie
Wie erreicht der japanische L0 so ein unglaubliches Tempo? Der Schlüssel liegt in der Magnettechnologie. Würden die Räder des Zugs auf Schienen aufliegen, würden sie durch die Reibung ausgebremst. Damit ist die mögliche Beschleunigung hier begrenzt.
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Bei einer Magnetschwebebahn sorgen starke Magnete dafür, dass der Zug zehn Zentimeter über den Gleisen schwebt. Reibung und Lärm gibt es nicht. Auch der Motor wird durch magnetische Zugkräfte angetrieben. Dadurch sind Spitzengeschwindigkeiten erreichbar.
Schnellster Zug der Welt: Teures Projekt bis 2034
Das Projekt soll fast 60 Milliarden Euro kosten. Bis zur Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der der Super-Zug fahren wird, dauert es allerdings noch.
Ursprünglich war das Jahr 2027 geplant, um zumindest die Hälfte der Strecke von Tokio nach Nagoya in Betrieb zu nehmen. Dieser Plan wurde jedoch mittlerweile auch offiziell verworfen. „Euronews“ berichtet, dass die Gleise voraussichtlich erst 2034 oder 2035 eröffnet werden.
Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke für den schnellsten Zug der Welt ist gerade noch im Bau und wird zu 80% unterirdisch verlaufen.Quelle: IMAGO/Kyodo NewsWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
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