Samstag, März 7, 2026
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Amorbach – eine der schönsten Kleinstädte Deutschlands

Die malerische Altstadt, die sanfte Kirchenkunst, die friedliche Ruhe und der idyllische Odenwald machen Amorbach zu einem Wohlfühlort. Reisende, Adelige, und Heiratswillige zieht es gleichermaßen in die Fürstenstadt, die nicht umsonst zu den beliebtesten Hochzeitsorten in Bayern zählt. Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno verglich Amorbach einst sogar mit Paris.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeBlick über Amorbach: Über allen Dächern thront die Kirche der ehemaligen Abtei.Blick über Amorbach: Über allen Dächern thront die Kirche der ehemaligen Abtei.Quelle: PantherMedia/Werner Thoma

Die namentliche Nähe zu dem beflügelten Gottesjungen Amor, der mit seinen Pfeilen die Liebe im Herzen erweckt, ist dennoch Zufall. Statt auf den Sohn der Schönheitsgöttin Aphrodite, geht der Name Amorbach auf den inzwischen trockengelegten Sumpfbach „Ammer“ zurück.

Unter anderem wegen dieser Sehenswürdigkeiten verlieben sich immer mehr Besucherinnen und Besucher in Amorbach.

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Die Fresken und die Orgel der Abteikirche in Amorbach

Ein echter Hingucker ist die Benediktinerabtei in Amorbach. Sie zählt zu den schönsten Barockkirchen Bayerns. Der prächtige Hochaltar, die goldene Kanzel und 23 Fresken des Malers Matthias Günther leuchten in hellen Farben. Das alles überstrahlt nur eine goldverzierte Orgel von 1782, die, ebenso wie die fürstliche Kirche, erst vor wenigen Jahren restauriert worden ist.

Die Kirche des ehemaligen Benediktinerklosters ist prunkvoll verziert.Die Kirche des ehemaligen Benediktinerklosters ist prunkvoll verziert.Quelle: imago images/Pond5 Images

Auf Führungen können Besucherinnen und Besucher auch den Grünen Saal besichtigen, in dem Deutschlands Royals bei besonderen Anlässen mit der Fürstenfamilie zu Leiningen dinieren.

Beeindruckend ist zudem der Anblick der fürstlichen Klosterbibliothek. Der Buchbestand besteht aus etwa 35.000 Bänden aus dem 18. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten deutschen Sammlungen. Darüber befindet sich ein Deckenfresko, das die Wissenschaften auf künstlerische Weise zeigt und dem Raum zugleich ein prunkvolles Ambiente verleiht.

In der Bibliothek der Fürstlichen Kirche in Amorbach lagern historische Bücher.In der Bibliothek der Fürstlichen Kirche in Amorbach lagern historische Bücher.Quelle: imago images/imagebrokerWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Auf Anfrage lässt der Fürst die prächtige Abteikirche für bürgerliche Hochzeiten öffnen. Anschließend darf beim Empfang im Abteihof angestoßen, im Grünen Saal gespeist und im Refektorium getanzt werden. Hochzeitsfotos werden meist im Seegarten geknipst. Der ehemalige Klostergarten wurde von Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell zu einem weitläufigen Park umgestaltet, dessen Herzstück ein See mit sanfter Uferlinie ist.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Die Deckenmalereien in St. Gangolf in Amorbach

Nicht ganz so prunkvoll, aber nicht weniger schön ist die katholische Pfarrkirche St. Gangolf. Verspielte Deckenfresken geben der 270 Jahre alten Barockkirche einen besonderen Charme, dem der italienische Stuckateur Materno Bossi mit seinen pittoresken Marmor-Säulen auf dem Hochaltar einen mediterranen Anstrich verliehen hat.

Die Kirche ist frei zugänglich. Wer mehr über die Historie erfahren möchte, kann auch eine Führung buchen.

Barock mit italienischem Einfluss: Die St. Gangolf Kirche wird von verspielten Fresken geschmückt.Barock mit italienischem Einfluss: Die St. Gangolf Kirche wird von verspielten Fresken geschmückt.Quelle: imago images/imagebrokerWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Die engen Gassen in Amorbachs historischer Altstadt

Die Zwiebeltürme der beiden großen Kirchen erheben sich über Amorbachs historischer Altstadt. Beim Spaziergang durch die verwinkelten und blumengeschmückten Gassen zeigt sich, warum das fränkische Barockstädtchen auch als „Schmuckkästchen der Architektur“ bezeichnet wird. Besucherinnen und Besucher stoßen beim Rundgang zum Beispiel auf das Templerhaus, das als eines der ältesten Fachwerkgebäude Bayerns gilt.

Das Templerhaus in Amorbach gilt als eines der ältesten Fachwerkgebäude Bayerns.Das Templerhaus in Amorbach gilt als eines der ältesten Fachwerkgebäude Bayerns.Quelle: IMAGO/Hanna Wagner

Einmal im Jahr, immer am zweiten Maiwochenende, zieht der Heilige St. Gangolf durch Amorbach. Er gilt als Patron der glücklichen Ehe und auch als Schutzpatron der Reiter und Pferde. Bei der Prozession ziehen außerdem Reiterinnen und Reiter in Trachtengewändern auf bunt geschmückten Pferden und Gespannen vom historischen Schlossplatz zur malerischen Kapelle Armorsbrunn. Das traditionelle Fest lockt viele Schaulustige in die Kleinstadt.

Den schönsten Blick auf die Altstadt und den Spessart haben Besucherinnen und Besucher vom Turm der 800 Jahre alten Ruine der Gotthardskapelle am Aussichtspunkt „Siebentälerblick“.

Amorbach aus Sicht des Philosophen Adorno

Einer der prominentesten Liebhaber Amorbachs war der Philosoph und Soziologe Theodor Wiesengrund aus Frankfurt, der während der NS-Zeit im US-amerikanischen Exil den Namen Adorno annahm.

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Der Odenwald war eines der liebsten Ausflugsziele seiner Eltern, sodass Adorno bereits als Kind Amorbach besuchte. Als Erwachsener kam er immer wieder in das Fürstenstädtchen zurück. 1966 schwärmte er: „Der Unterschied zwischen Amorbach und Paris ist geringer als der zwischen Paris und New York.“ Wenige Jahre später fügte er hinzu: „Es gehört für mich zu den schönsten Erfahrungen, dass ich in Amorbach, dem einzigen Ort auf diesem fragwürdigen Planeten, in dem ich mich im Grunde noch zu Hause fühle, nicht vergessen worden bin.“

Verwinkelte und blumengeschmückte Gassen locken zu einem malerischen Spaziergang.Verwinkelte und blumengeschmückte Gassen locken zu einem malerischen Spaziergang.Quelle: IMAGO/imagebroker

Wer Amorbach aus der Sicht des Philosophen erleben will, kann mithilfe der App „Adornos Amorbach“ auf Adornos Spuren wandeln. Die audiovisuelle Route folgt Aufzeichnungen über Adornos Eindrücke und Erlebnisse.

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Die Legenden um die Kapelle Amorsbrunn

Rund zwei Kilometer von der Altstadt entfernt lässt sich eine romantische Perle entdecken: die Kapelle Amorsbrunn.

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Das Kirchlein wurde im zwölften Jahrhundert über einer Quelle errichtet, deren Wasser heilende Kräfte nachgesagt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich aus den Legenden ein Wallfahrtsort – wegen des Ansturms wurde sie im 16. Jahrhundert erweitert. Noch bis ins 20. Jahrhundert erhofften sich Frauen von der Anwendung des Heilwassers bessere Aussichten auf eine Schwangerschaft.

Heute ist das historische Gemäuer, das eine Sandsteinkanzel, eine Mariensäule von 1720 und ein Christophorus-Gemälde von 1535 ziert, als Ausflugsziel und Picknickplatz bekannt. Und natürlich darf in der Kapelle auch geheiratet werden.

Kapelle Amorsbrunn: Das große Christophorus-Bild an der Außenwand erzählt von Nächstenliebe.Kapelle Amorsbrunn: Das große Christophorus-Bild an der Außenwand erzählt von Nächstenliebe.Quelle: imago images/Pond5 Images

Nicht möglich ist dagegen ein „Heilbad“ in der Quelle – dafür können sich Besucherinnen und Besucher aber im ortseigenen Freibad entspannen.

Amorbach: Fliegenfischen im Fluss Mud

Das idyllische Tal, in das sich Amorbach schmiegt, wurde einst von Flüssen geformt. Die Mud plätschert auf ihrem Weg vom Odenwald mitten durch den Ort – ebenso wie der Billbach.

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Etwas außerhalb können sich Anglerinnen und Angler im Fliegenfischen probieren. Ein Fischereiverein hat Teile der Gewässer verpachtet und lockt Interessierte mit der Aussicht auf Bach- und Regenbogenforellen in „kapitalen Größen“. Angeboten werden Kurse und Gästeangeln.

Der Fluss Mud fließt mitten durch Amorbach. Außerhalb der Stadt können darin Anglerinnen und Angler Fliegenfischen.Der Fluss Mud fließt mitten durch Amorbach. Außerhalb der Stadt können darin Anglerinnen und Angler Fliegenfischen.Quelle: IMAGO/imagebroker

Wandern und Radeln im Odenwald

Rund um Amorbach gibt es etliche Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden, die Wanderinnen und Wanderer durch die idyllische Natur führen.

Empfehlenswert ist zum Beispiel der mittelschwere „Wildromantikweg“ (zehn Kilometer), der durch stille Wälder zum Höhenort Neudorf und dann zum Aussichtspunkt an der Gotthardsruine führt. Eine leichtere Option ist die Rundwanderung (14 Kilometer) zur romantischen Wildenburg mit Ausblick auf das Waldmusen Watterbacher Haus, das über die Forstgeschichte ab dem elften Jahrhundert informiert. Für sportlichere Wanderinnen und Wanderer eignet sich der „Drei-Täler-Weg“ (18 Kilometer), der den plätschernden Bächen rund um die Orte Watterbach, Dörnbach und Ottorfszell folgt.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeAmorbach ist von bewaldeten Hügeln und Bergen umringt. Durch die schöne Natur führen viele Wanderwege.Amorbach ist von bewaldeten Hügeln und Bergen umringt. Durch die schöne Natur führen viele Wanderwege.Quelle: imago images/imagebroker

Durch Amorbach verlaufen außerdem mehrere Radrouten. Ein Familienabenteuer verspricht zum Beispiel der „Smart Pfad Odenwald“ mit Spielplätzen und spannenden Erlebnisstationen für Kinder. Fans von anspruchsvollen Touren können sich auf dem 211 Kilometer langen „Drei Länder Radweg“ eine Übersicht über die gesamte Naturregion verschaffen. Die vierte Etappe von Erbach nach Michelstadt verläuft durch Amorbach – von dort folgt die Route dem Mainufer.

Burg Wildenberg aus „Parzival“

Auf dem Schlossberg in Amorbachs Nachbargemeinde Kirchzell thront die Burgruine Wildenberg. Das fast 1000 Jahre alte Gemäuer sitzt auf einem Bergsporn und ist im Laufe der Jahrhunderte erst bei einem Erdbeben und dann im Bauernkrieg schwer beschädigt worden. Dennoch ist vom urigen Gemäuer noch recht viel erhalten.

Beeindruckend sind vor allem ein mächtiger Kamin und eine dreiteilige Fenstergruppe. Noch interessanter macht eine Besichtigung die Literaturgeschichte. Dichter Wolfram von Eschenbach soll sich dort aufgehalten und das Bauwerk in seinem berühmten Versroman „Parzival“ verewigt haben.

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Die Burg kann entweder auf eigene Faust oder bei einer Führung besichtigt werden.

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