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Vier Burgen in nur einem Ort: Neckarsteinach ist ein besonderes Ausflugsziel

Wenn man in Neckarsteinach steht und den Blick schweifen lässt, kommt unweigerlich Mittelalterflair auf. Denn ein historisches Ensemble aus vier Burgen legt sich wie ein Mantel um den kleinen Ort in Hessen, rund 15 Kilometer östlich von Heidelberg.

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Die „Vierburgenstadt“ wird Neckarsteinach aus diesem Grund auch genannt. Für noch mehr Idyll sorgt die Lage: Der Ort befindet sich in einem der schönsten Teile des Neckartals und wird eingerahmt von den dicht bewaldeten Höhen des südlichen Odenwalds. Der reisereporter stellt dir den romantischen Ort und seine Burgen vor.

Die Vorderburg

Über der Altstadt fängt die Zeitreise an. Verbunden mit der Neckarsteinacher Stadtmauer präsentiert sich dort die Vorderburg, deren Entstehung auf die Mitte des zwölften Jahrhunderts geschätzt wird. Die Burg, die inmitten eines großen Parks steht und umzäunt ist, befindet sich in Privatbesitz und kann nicht von innen besichtigt werden.

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Spannend sind die Spekulationen, die sich um ehemalige Bewohner des historischen Gebäudes drehen. So heißt es, der Minnesänger Bligger von Steinach, dem von manchen das Verfassen des Nibelungenlieds nachgesagt wird, hätte dort früher gelebt.

Die Vorderburg in Neckarsteinach.Die Vorderburg in Neckarsteinach.Quelle: imago images/Panthermedia

Abbrüche am historischen Bauwerk haben das Erscheinungsbild der Burg seit dem 18. Jahrhundert verändert. Heute noch erhalten sind der Hauptturm der Burg und ein dreistöckiges Palasgebäude.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Die Mittelburg

Seit über 800 Jahren ist die über dem Neckar thronende Mittelburg in Neckarsteinach durchgehend bewohnt. Erbaut wurde sie, so lautet eine Vermutung, von Conrad I. von Steinach, einem Sohn von Bligger von Steinach.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeDie opulente Mittelburg: Teilbereiche der Burg werden für besondere Anlässe vermietet.Die opulente Mittelburg: Teilbereiche der Burg werden für besondere Anlässe vermietet.Quelle: imago images/imagebroker

Umgeben von Grün und westlich der Vorderburg schiebt sich die um das Jahr 1200 erbaute Burg in den Himmel. Mehrere Umbauten folgten in den Folgejahrhunderten, und der Gebäudekomplex erhielt im 19. Jahrhundert sein heutiges Aussehen.

Die Mittelburg in Neckarsteinach befindet sich ebenfalls in Privatbesitz und kann nicht öffentlich besichtigt werden. Einzelne Räume und Außenbereiche werden allerdings als Eventlocation vermietet.

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Die Hinterburg

Auf einem Bergsporn oberhalb der Stadt liegt auch das dritte historische Bauwerk: die Hinterburg. Oder das, was von ihr übrig ist. Die fast 1000 Jahre alte Burgruine, die als älteste der vier Burgen in Neckarsteinach gehandelt wird, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

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Die Ruine liegt gegenüber der Burgfeste Dilsberg an der Neckarschleife, ist frei zugänglich und wird nach dem Gang durch ein Waldstück erreicht. Ihr Highlight ist der rund 25 Meter hohe Bergfried, dessen Aussichtsplattform den Blick auf Neckarsteinach und den Neckar freigibt.

Die Hinterburg in Neckarsteinach thront erhaben am Neckar.Die Hinterburg in Neckarsteinach blickt über den Neckar.Quelle: imago images/Westend61

Auch eine Außenmauer mit gotischen Bogenfenstern, ein tiefer Brunnen und Relikte von Grundmauern und einer Zugbrücke machen den Besuch der Hinterburg, die auch Alt-Schadeck genannt wird, lohnenswert.

Burg Schadeck

Zwei runde Türme gehören zum Markenzeichen der kleinen romantischen Burg Schadeck, die wegen ihrer Lage am steilen Hang auch Schwalbennest genannt wird. Ihre Erbauung um 1335 macht sie zur jüngsten der vier Burgen in Neckarsteinach, schätzungsweise im 15. Jahrhundert wurde sie eine Ruine.

Die öffentlich zugängliche, romantische Burg Schadeck in Neckarsteinach.Die öffentlich zugängliche, romantische Burg Schadeck in Neckarsteinach.Quelle: imago images/PanthermediaWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

In der Kernburg sind noch die Überreste von Wohnräumen zu entdecken und die Schildmauer, auf der ein Wehrgang mit Fenstern und Schießscharten verläuft, kann bestiegen werden. Von hier schweift der Blick über das Tal und den Neckar. Die Anlage ist kostenlos zugänglich.

Von Burg Schadeck aus ist ebenfalls die baden-württembergische Burg Dilsberg auf der anderen Neckarseite zu sehen, in der du unterirdische Brunnenstollen erkunden kannst.

Noch mehr Sehenswürdigkeiten in Neckarsteinach

Neckarsteinach schmiegt sich malerisch an den Neckar und präsentiert sich mit charmanter historischer Altstadt. Das klassizistische Rathaus, Relikte der alten Stadtmauer, mittelalterliche Gassen und der Nibelungengarten mit großen Sandstein-Skulpturen von Figuren aus dem Nibelungenlied gehören zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Blick von der Evangelischen Kirche in der mittelalterlichen Bliggergasse über den Kirchhof hin zur katholischen Herz-Jesu-Kirche.Blick von der Evangelischen Kirche in der mittelalterlichen Bliggergasse über den Kirchhof hin zur katholischen Herz-Jesu-Kirche.Quelle: imago images/Ullrich Gnoth

Von der Altstadt aus führt ein gut beschilderter Wanderweg zu den vier Burgen, und die Tour lässt sich in der üppigen Natur rund um Neckarsteinach beliebig verlängern. Auch entlang der schönen Promenade am Neckar haben Spaziergängerinnen und Spaziergänger die Burgen im Blick.

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Einmal im Jahr bietet sich etwas Besonderes und die Burgen werden imposant präsentiert. Am „Tag des Gastes“ werden in Neckarsteinach die historischen Bauwerke bei der Vierburgenbeleuchtung in Szene gesetzt und die Szenerie von einem Feuerwerk gekrönt. Der „Tag des Gastes“ findet jeweils am letzten Samstag im Juli statt.

Mehr Inspiration gesucht? Tipps für alle Top-Reiseziele findest du beim reisereporter.

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