Samstag, März 7, 2026
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Gibt es eine Reisewarnung für Kuba? Ist Urlaub aktuell sicher?

Kuba begeistert Reisende seit Jahrzehnten mit kolonialen Altstädten, Stränden und einer einzigartigen Mischung aus Musik, Lebensfreude und Geschichte. Für viele ist die Karibikinsel ein absolutes Sehnsuchtsziel.

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Gleichzeitig steht Kuba derzeit jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Eine schwere Wirtschaftskrise, massive Probleme in der Energieversorgung und politische Spannungen prägen den Alltag. Hinzu kommen Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Januar 2026, der offen einen Machtwechsel, ein mögliches Eingreifen der USA und ein Öl-Embargo in Aussicht gestellt hat. Das wirft bei Urlauberinnen und Urlaubern Fragen auf. Ist der Kuba-Urlaub überhaupt noch sicher?

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Kein Treibstoff mehr an Kubas Flughäfen

Jetzt treffen die Versorgungsengpässe offenbar auch die Flughäfen von Kuba. Die kubanische Regierung warnte international tätige Airlines, dass ab Montag, 9. Februar, kein Treibstoff für Flugzeuge an den Flughäfen mehr vorrätig sei. Der Grund sei die aktuelle Ölblockade der USA, berichtet „El Confidencial“.

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Davon betroffen seien alle internationalen Flughäfen des Landes. Die Ölblockade und das Ausbleiben von Kraftstofflieferungen an Kuba sollen bis zum 11. März andauern.

Direktflüge von Europa aus könnten unter diesen Umständen praktisch nicht mehr stattfinden, da ein Auftanken der Flugzeuge in Kuba dringend notwendig ist. Möglich bleiben Flüge mit Zwischentopps beziehungsweise Umsteigeverbindungen über Drehkreuze in der Region – dazu zählen etwa Panama-Stadt und Cancún.

Kuba und die momentane Lage

Die Lage auf Kuba ist aktuell von mehreren Krisen gleichzeitig bestimmt. Besonders gravierend wirkt sich die anhaltende Energieknappheit aus. Das Land kann einen großen Teil seines Strombedarfs nicht selbst decken, mehrere Kraftwerke sind außer Betrieb und Treibstoff ist knapp.

Für die Bevölkerung und Reisende bedeutet das nahezu landesweit tägliche, teils stundenlange Stromausfälle. Urlauberinnen und Urlauber sollten darauf achten, dass in der gebuchten Unterkunft ein Notstromaggregat vorhanden ist, empfiehlt das „Auswärtige Amt“.

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Probleme auf Kuba: Hurrikan, fehlende Medizin und Krankheiten

Zusätzlich haben Naturereignisse die Situation auf Kuba verschärft. Der Hurrikan „Melissa“ richtete im Herbst 2025 vor allem im Osten Kubas schwere Schäden an. In betroffenen Provinzen sind Verkehrswege und Energieinfrastruktur weiterhin beeinträchtigt. Individuelle Rundreisen sind dort noch immer erschwert, was besonders für Reisende relevant ist, die abseits klassischer Hotelanlagen unterwegs sein möchten.

Die Armut auf Kuba wächst durch die anhalten Wirtschaftskrise.Die Armut auf Kuba wächst durch die anhaltende Wirtschaftskrise.Quelle: IMAGO/Anadolu Agency

Zudem warnt das Auswärtige Amt vor einer unzureichenden medizinischen Versorgung. Die Verfügbarkeit von Medikamenten sei nicht immer gewährleistet und die ständigen Stromausfälle können dafür sorgen, dass eine Behandlung nicht möglich ist.

Des Weiteren wird vor Krankheiten gewarnt, die durch Mücken übertragen werden. Zuletzt stiegen die Zahlen von Denguefieber, Chikungunya- und Oropouche-Fieber im Herbst 2025 stark an. Mittlerweile werden weniger Fälle gemeldet, aber eine Infektionsgefahr durch Mückenstiche bestehe insbesondere im Osten, in den Provinzen im Zentrum von Kuba und in Havanna noch immer. Konsequenter Mückenschutz ist empfehlenswert.

Sicherheit: Ist Urlaub in Kuba aktuell gefährlich?

Ein generelles Sicherheitschaos herrscht auf Kuba nicht, dennoch haben sich die Rahmenbedingungen spürbar verschlechtert. Die häufigen Stromausfälle führen dazu, dass Straßen und Viertel nachts schlecht beleuchtet sind. Das erhöht vor allem in Städten das Risiko für Diebstähle. Besonders in touristischen Gegenden und an beliebten Stränden, wie Playas del Elste, wird von Taschendiebstählen berichtet.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeStromausfälle und dunkle Straßen sind auf Kuba keine Seltenheit.Stromausfälle und dunkle Straßen sind auf Kuba keine Seltenheit.Quelle: IMAGO/Xinhua

Auch allein reisende Frauen sollten besonders aufmerksam sein. In Einzelfällen kam es zu sexuellen Übergriffen wie Exhibitionismus oder versuchten Sexualstraftaten, berichtet das Touristik-Portal „fvw“.

Gibt es eine Reisewarnung für Kuba?

Eine formelle Reisewarnung für Kuba besteht derzeit nicht. Allerdings rät das Auswärtige Amt zur Vorsicht und weist auf zahlreiche Risiken hin. Besonders deutlich wird empfohlen, nicht notwendige Reisen kritisch zu hinterfragen, wenn behandlungsbedürftige Vorerkrankungen bestehen. Hintergrund sind die erwähnte eingeschränkte medizinische Versorgung und fehlende Rückholmöglichkeiten im Ernstfall.

Zusätzlich belasten politische Spannungen die Lage. Die Trump-Regierung hat im Januar 2026 öffentlich einen Machtwechsel in Havanna ins Spiel gebracht und ein mögliches Öl-Embargo angedroht. Kuba ist stark von Energieimporten abhängig, insbesondere aus Venezuela. Eine weitere Verschärfung der Sanktionen könnte die Versorgungslage weiter destabilisieren, was indirekt auch Auswirkungen auf Reisende hätte.

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Kann ich meinen Kuba-Urlaub kostenlos stornieren?

Ob eine kostenfreie Stornierung des Kuba-Urlaubs möglich ist, hängt vom jeweiligen Reiseanbieter und den individuellen Buchungsbedingungen ab. Da aktuell keine offizielle Reisewarnung durch das Auswärtige Amt besteht, greift in der Regel kein automatisches Sonderkündigungsrecht. Pauschalreisende sind daher in den meisten Fällen auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen. Bei Individualreisenden stehen die Chancen noch schlechter, bei Stornierungen Geld zurückzubekommen.

Unabhängig davon ist für eine Kuba-Reise eine umfassende Auslandskranken- und Rückholversicherung empfehlenswert. Reisende sollten außerdem ausreichend Medikamente, Verbandsmaterial und Mückenschutz mitführen. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann Risiken reduzieren und den Kuba-Urlaub trotz möglicher Einschränkungen genießen.

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

Reisereporter

Quelle: Quelle

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