Ein kleines, flackerndes Licht taucht plötzlich an einem dunklen Waldweg auf, scheint in der Luft zu tanzen, dann ist es weg. Die Leute im Auto schreien. Dieser Ablauf ist in den meisten Videos in den sozialen Medien zum Brieselanger Licht recht ähnlich. Doch was steckt dahinter? Ist es wirklich ein Geist oder doch ein harmloses Naturphänomen?
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Im Sommer reichen die Äste der riesigen Laubbäume des Brieselanger Forsts in Brandenburg bis zum Boden und lassen kaum einen Blick ins Innere des Waldes zu. Er sieht fast aus wie der Fangorn-Wald aus „Herr der Ringe“, den man in Tolkiens Sinne lieber nicht betreten sollte. Auch beim Brieselanger Forst gibt es einen Grund, zumindest am Abend und in der Nacht lieber fernzubleiben.
Brieselanger Licht sieht aus wie eine Taschenlampe
Der Wald befindet sich im Havelland nahe der kleinen Ortschaft Brieselang. Vor allem am Abend wird es am Waldrand plötzlich geschäftig, dann reisen nämlich regelmäßig Spukfans sowie Geisterjägerinnen und Geisterjäger an. In den Videos zeigt sich das Licht sehr weiß und künstlich, es sieht aus wie das von einer Taschenlampe. Manche vermuten auch entfernte Autoscheinwerfer hinter dem vermeintlichen Spuk.
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Seit den Achtzigern mehren sich die Berichte über das ominöse Licht, das manchmal auch grünlich oder rot erscheinen soll. Laut einer tragischen Sage könnte es sich um den Geist eines ermordeten Mädchens namens Elisabeth handeln.
Die Zwölfjährige soll 1945 im Brieselanger Forst von einem angetrunkenen sowjetischen Soldaten erst vergewaltigt und dann ermordet worden sein. Nach den Recherchen des Autors Günter F. Janßen soll der Soldat ihr ins Gesicht geschossen haben. Das Licht wird entweder dem Mädchen oder dem nach ihr suchenden Vater zugeschrieben.
Es gibt eine natürliche Erklärung für das Brieselanger Licht
Es gibt aber auch eine natürliche Erklärung für das Phänomen, was Spukfans jetzt vielleicht enttäuschen wird: Im 18. Jahrhundert war der Brieselanger Forst nämlich ein Sumpfgebiet. Friedrich Wilhelm I. ordnete damals eine Entwässerung an und ließ das Areal trockenlegen. Dadurch können bis heute Gase aus dem Boden aufsteigen, die sich unter bestimmten Bedingungen entzünden können und die Lichterscheinung erklären würden.
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Auch die Theorie der Autoscheinwerfer ist verbreitet und nicht abwegig. Immerhin führen mehrere Landstraßen an dem Forst vorbei. Es gibt auch Berichte darüber, dass sich Leute nachts im Wald verstecken und das Licht selbst erzeugen, um andere zu erschrecken.
Die urbane Legende hat es sogar auf die Leinwand geschafft: Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Gemeinde Brieselang stellten die Filmemacher Julian Withalm und André Stahlmann im Juli 2025 ihre 30-minütige Dokumentation „Nachts im Walde – Die Sage vom Brieselanger Licht“ vor. Man kann ihn zwar nicht streamen, aber den Teaser gibt es hier zu sehen.
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