Mallorca ist berühmt für seine zerklüftete Küste mit hellen Kalksteinfelsen, türkisblauem Wasser und kleinen Buchten, die wie aus dem Bilderbuch wirken. Kaum eine ist so bekannt und gleichzeitig so überlaufen wie die Caló des Moro im Südosten der Insel. Doch das könnte bald ein Ende haben.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Caló des Moro: Täglich 5000 Besucher
Die Caló des Moro bei Cala d’Or gilt für viele Mallorca-Reisende als absolutes Must-See. Jeden Sommer strömen täglich bis zu 5000 Menschen in die gerade einmal 30 Meter lange und 20 Meter breite Bucht. Ein Bericht der spanischen Küstenbehörde geht sogar von fast einer Million Badegästen pro Saison aus. Selbst bei 40 Grad stehen Besucherinnen und Besucher teils zwei Stunden an, um am Meer ein Foto zu schießen.
Doch dieser Massenandrang könnte bald ein Ende haben. Der Weg hinab zur Bucht führt nämlich rund einen Kilometer über privaten Grund. Wie die örtlichen Medien „Diario de Mallorca“ und „Mallorca Zeitung“ berichten, hat die deutsche Familie Oehm, der das Gelände seit über 20 Jahren gehört, bei den Behörden einen Antrag eingereicht. Ihren Plänen zufolge soll die Caló des Moro künftig nicht mehr öffentlich zugänglich sein.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Der reisereporter-Newsletter: Die Vorteile für dich
Du willst exklusive Reisetipps, ungewöhnliche Orte und günstige Reise-Deals immer bequem in dein Mail-Postfach bekommen? Dann hol dir unseren Newsletter und erhalte regelmäßig die faszinierendsten und beliebtesten Geschichten und wichtigsten Infos aus aller Welt.
Deutsche Eigentümer wollen Zaun errichten
Die Familie lebt ganzjährig auf dem Anwesen in der Gemeinde Santanyí und sieht sich direkt mit den Auswirkungen des Massentourismus konfrontiert. So müssten sie etwa den Müll wegräumen, den die Besucherinnen und Besucher auf dem Weg hinterlassen, zerstörte Vegetation neu anpflanzen und zuweilen sogar Brände löschen. Deshalb haben die Eigentümer nun ein Gutachten erstellen lassen, das die ökologischen Schäden dokumentiert.
Die Bucht im Südosten von Mallorca wird regelrecht überrannt.Quelle: IMAGO/Dreamstime
Nach Angaben der Familie haben sie die zuständigen Behörden seit Jahren um Hilfe gebeten, jedoch keine praktikable Lösung erhalten. Bereits 2020 gab es Gespräche mit der Gemeinde. Nun haben die Oehms mit Architekten Pläne ausgearbeitet, um einen Zaun zu errichten, der ihr Grundstück schützt und zugleich alle Vorgaben zum Küstenschutz erfüllt. Als Vorbild verweist die Familie auf ein anderes Küstengrundstück in derselben Region, bei dem der öffentliche Zugang bereits eingeschränkt ist.
Mittlerweile liegt der juristisch komplexe Fall um die Caló des Moro bei einer Anwaltskanzlei. Bis die Eigentümer und die Gemeinde zu einer Einigung gelangen, ist die Bucht für Badegäste jedoch weiter zugänglich.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.
Reisereporter
Quelle: Quelle



