Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg ist ein ganz besonderer Flughafen – er gehört zu Frankreich und der Schweiz gleichermaßen. Damit ist er der einzige binationale Flughafen der Welt. Denn normalerweise sind Flughäfen nur einem Land zugeordnet.
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Einst war der Flughafen sogar in der Mitte für die zwei Landesseiten aufgeteilt. Es gab eine flughafeninterne Grenz- und Zollkontrolle sowie zwei Abflug- und zwei Ankunftshallen mit Check-in-Schalter und Co. – jeweils für die entsprechende Landesseite.
Einst war der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg zweigeteilt – je eine Abflug- und eine Ankunftshalle für die schweizerische und die französische Seite. Mittlerweile ist er ein großer Airport mit gemeinsamer Abflughalle.Quelle: EuroAirport
Ein Flughafen, zwei Länder – keine Durchfahrtsmöglichkeit ins andere Land
Nach dem Beitritt der Schweiz zum Schengener Abkommen 2009 war eine Zweiteilung nicht mehr nötig, also wurde der Flughafen umgebaut. Nun verfügt er über eine große Abflughalle mit gemeinsamen Check-in-Schaltern, Verpflegungsmöglichkeiten und sonstigen Einrichtungen. Optisch sind die beiden Ankunftsbereiche zwar nach wie vor getrennt, sie können aber ohne Zollkontrolle zu Fuß passiert werden. Das heißt, Passagiere können bei ihrer Ankunft frei entscheiden, ob sie die Gepäckhalle auf der schweizerischen oder der französischen Seite verlassen möchten.
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Anders sieht es aber noch immer bei einer Anreise mit dem Auto aus: Der Airport verfügt weiterhin über zwei voneinander getrennte Anfahrtswege. Die Route von Basel aus verläuft über eine eingezäunte Zollfreistraße auf französischem Gebiet.

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Außerdem können Reisende nicht von den schweizerischen auf die französischen Parkplätze fahren oder umgekehrt – auf dem Flughafengelände besteht keine Durchfahrtsmöglichkeit von dem einen Land ins andere.
Es existieren also weiterhin zwei getrennte Parkbereiche mit unterschiedlichen Währungen und Preisen. Im Schweizer Teil zahlen Parkende mit Franken, im französischen Teil mit Euro.
Aber wie kam es zu dieser besonderen Aufteilung?
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Geschichte des EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg
Da das Gelände des 1920 eröffneten Flugplatzes Basel-Sternenfeld in Birsfelden nur gepachtet war, musste sich Basel im Jahr 1929 auf die Suche nach einem geeigneten Standort für den heutigen EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg machen. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Da Basel an der Grenze zu Frankreich und Deutschland liegt, blieb nicht viel Fläche für einen passenden Ort auf der Schweizer Seite übrig. Verschiedene Pläne für einen Flugplatz auf landeseigener Seite scheiterten, darunter eine großflächige Rodung des Hardwalds bei Muttenz. Übrig blieb nur die Möglichkeit, auf französischem oder auf deutschem Gebiet zu bauen.
Eine Luftaufnahme zeigt den EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg von oben.Quelle: IMAGO/Zoonar
Erste Verhandlungen begannen mit dem Nachbarland Frankreich im Jahr 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg befürchtete Basel, den Anschluss an den internationalen Luftverkehr zu verlieren, wenn nicht zeitnah ein Flughafen in der Nähe gebaut würde. Deshalb wurden die Verhandlungen mit Frankreich 1945 wieder aufgenommen. Bereits am 8. März 1946 begann der Bau auf französischem Land zwischen der Stadt Saint-Louis und der Gemeinde Blotzheim. Bewusst wurde der Flughafen gleichermaßen für zwei Länder gebaut und mit den Jahren ausgebaut. Seit der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1949 und dessen Inkrafttreten 1950 gilt er als erster und einziger binationaler Airport der Welt.
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Da der Flughafen auch für den südwestdeutschen Raum große Bedeutung hat, trägt er seit 1987 den Zusatznamen Freiburg. Durch den Namen könnte der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg sogar als trinational bezeichnet werden. Jedoch haben die deutschen Vertreter in den Gremien kein Stimmrecht.
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