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Deutschlands geheime Inseln: Diese Orte in Nordsee und Ostsee kennt kaum jemand

Hast du schon einmal von Minsener Oog, Kirr oder Japsand gehört? Diese kleinen Inseln liegen vor der deutschen Küste und sind absolute Geheimtipps – denn sie sind unbewohnt. Nur von Frühjahr bis Herbst kehrt Leben auf den Inseln ein, wenn sich Hunderte Seevögel zum Brüten niederlassen oder Kegelrobben an den ruhigen Stränden eine Rast einlegen.

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Betreten darf die kleinen Eilande nur, wer eine Ausnahmegenehmigung hat. Das macht sie zu einem der letzten unberührten Flecken Deutschlands – und zu einem exklusiven Reiseziel.

<h2 id="die-unbewohnten-inseln-der-nordsee» class=»Headlinestyled__Headline-sc-mamptc-0 ceLWQu» data-testid=»headline»>Die unbewohnten Inseln der Nordsee

Die Ostfriesischen Inseln vor der niedersächsischen Küste versprechen Ruhe und Erholung, dafür sind sie bei Urlauberinnen und Urlaubern beliebt. Aber nur die wenigsten wissen, dass es abseits von Borkum, Norderney und Spiekeroog noch weitere Inseln und Halligen in der Nordsee gibt. Mellum und Minsener Oog liegen bei Wangerooge; zwischen Juist und Borkum befinden sich Memmert, Lüjte Hörn und die Kachelotplate. Oft sind sie nur wenige Hektar groß und man trifft dort keine anderen Menschen. Dafür aber unberührte Natur und jede Menge Tiere.

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Die nur etwa vier Quadratkilometer große Insel Memmert wurde bereits vor 100 Jahren zum Vogelschutzgebiet erklärt. Daneben liegt die gigantische Sandbank Kachelotplate, an deren Strand sich Seehunde und Kegelrobben zurückziehen. Doch das wird wohl nicht mehr lange der Fall sein: Das Schmelzwasser der Polkappen lässt Memmert und Kachelotplate allmählich im Meer versinken. Eine Modellberechnung der Hamburger Hafencity-Universität zeigt, dass die Inseln selbst bei einem moderaten Anstieg des Meeresspiegels in 75 Jahren voraussichtlich nicht mehr existieren.

Der Nationalpark Wattenmeer bietet verschiedene Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung an.Der Nationalpark Wattenmeer bietet verschiedene Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung an.Quelle: Leander Khil / LKN-SH

Zugvögel wie Ringelgänse und Alpenstrandläufer machen Anfang des Jahres in den Naturschutzgebieten Rast, um sich zu stärken. Nach einigen Wochen ziehen sie in Scharen weiter – ein besonderes Schauspiel für Vogelbeobachter. Dann treffen nach und nach die See- und Küstenvögel ein. Seltene Arten wie Austernfischer, Wanderfalken oder die Sumpfohr­eule suchen sich auf dem unbewohnten Land einen Platz zum Brüten.

Betreten darf man die Inseln, die Teil des niedersächsischen oder schleswig-holsteinischen Wattenmeers sind, nur mit einer Ausnahmegenehmigung im Rahmen einer speziellen Exkursion. Auch Mellum ist für Besucherinnen und Besucher gesperrt, das einzige Haus ist eine Vogelwarte. Außerhalb der Brutsaison, zwischen August und Oktober, werden gelegentlich Insel-Führungen angeboten. Gleich daneben liegt Minsener Oog. Weil es nur 3,5 Kilometer vom Festland entfernt ist, kann man durch das Watt zu Fuß dorthin gelangen. Um nicht von der Flut überrascht zu werden, empfiehlt sich eine geführte Wattwanderung.

So sieht die Hallig Norderoog im Nordfriesischen Wattenmeer von oben aus.So sieht die Hallig Norderoog im Nordfriesischen Wattenmeer von oben aus.Quelle: imago/blickwinkel

Die Insel Norderoog ist die westlichste der Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer, sie liegt 25 Kilometer vor der Festlandsküste. Sie ist die Insel der gefährdeten Brandseeschwalben, die auf dem kleinen Eiland ihren letzten Brutplatz an der schleswig-holsteinischen Nordsee haben. Etwa 10.000 Vögel brüten jedes Jahr auf der Hallig. Ab Mitte Juli bietet der Verein Jordsand geführte Touren an, die Einblicke in den Naturschutz und die Arbeit des Vogelwarts oder der Vogelwartin auf der Insel geben.

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Diese Ostseeinseln sind unbewohnt

Während die meisten der unbewohnten Vogelparadiese in der Nordsee nicht viel mehr als eine bewachsene Sandbank sind, warten die Ostseeinseln mit einer vielfältigen Landschaft auf. Steilküsten und Urwälder findet man auf dem Ruden und Vilm. Auf ihnen versammeln sich unter anderem Seeadler und Wachtelkönige, um in den Naturschutzgebieten zu brüten. Übernachtungen sind nicht möglich, aber Besucherinnen und Besucher können die Flora und Fauna der unbewohnten Inseln bei einer geführten Tour erkunden.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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In der Pommerschen Bucht östlich von Rügen liegt ein kleines Refugium, das ein wahrer Geheimtipp für Naturfreunde und Ruhesuchende ist: die Greifswalder Oie. Auf ihr machen jedes Jahr Tausende Vögel auf ihrem Zug in die warmen Winterquartiere Rast. Das kleine Eiland gilt außerdem als wichtiger Rückzugsort für Kegelrobben. Etwa 400 von ihnen sollen auf der Greifswalder Oie leben. Touristinnen und Touristen können das Naturschutzgebiet und den Leuchtturm der Insel bei einer Exkursion erkunden. Ausflugsboote der Reederei Apollo steuern Deutschlands östlichste Insel regelmäßig an.

Auf der nur 300 Meter langen Insel Tollow, die südlich von Rügen liegt, haben hingegen unzählige Kormorane eine Heimat gefunden. Da sich die Insel in Privatbesitz befindet, haben Besucherinnen und Besucher hier keinen Zugang.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeKraniche kann man auf der Naturschutzinsel Kirr beobachten.Kraniche kann man auf der Naturschutzinsel Kirr beobachten.Quelle: IMAGO/HärtelPRESS

Wer sich stattdessen für Kraniche interessiert, sollte die Insel Kirr vor dem Ostseebad Zingst besuchen. Das Naturschutzgelände ist Brutgebiet und Rastplatz für die Wasservögel. Und tatsächlich können Urlauber von März bis Ende Oktober auf der Vogelinsel übernachten: Zwei Ferienhäuser laden zum Entspannen und zur Vogelbeobachtung ein.

Ähnliches können Besucherinnen und Besucher auf der Insel Ummanz erleben. Die kleine Schwester von Rügen hat ihren ursprünglichen Charme bis heute bewahrt und zieht vor allem Ruhesuchende an. Umgeben von unbewohnten Inseln bietet die Insel ein Naturparadies, in dem man Vogelschwärme, Küstenlandschaften und seltene Tiere erleben kann. Auf der etwa 20 Quadratkilometer großen Ostseeidylle gibt es nur wenige Unterkünfte, dafür aber umso mehr Ruhe.

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