Mittwoch, Januar 28, 2026
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Die 10 geheimnisvollsten Orte an der Ostsee für einen Ausflug

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten kannst du auch jede Menge mystisch anmutende Orte in Mecklenburg-Vorpommern besuchen. Von einem Gespensterwald und einem verfallenen Kurhotel über geheimnisvolle Inseln bis hin zum einst größten militärischen Forschungszentrum: In Mecklenburg-Vorpommern warten so einige geheimnisvolle Orte auf dich.

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1. Der Gespensterwald Nienhagen

Nur zehn Kilometer von Warnemünde entfernt liegt mitten in der Natur ein verwunschener Wald. Am westlichen Ortsrand der Ortschaft Nienhagen erstreckt sich der Gespensterwald Nienhagen direkt an der Steilküste. Er wurde 1943 zum Naturschutz­gebiet erklärt und ist bekannt als mystisches Ausflugsziel.

Hier ist der Name Programm: Mystisches Flair im Gespensterwald Nienhagen.Hier ist der Name Programm: Mystisches Flair im Gespensterwald Nienhagen.Quelle: IMAGO/imagebrokerWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Die Eichen, Buchen, Hainbuchen und Eschen, die hier wachsen, sind 90 bis 170 Jahre alt. Besonders bei Nebel oder Wind wirken die Bäume, Büsche und Gräser fast gespenstisch. Fegt der Sturm über die Küste, klingt es so, als würden die Bäume flüstern. Die Kronen und Stämme werden auch „Wind­flüchter“ genannt.

<h2 id="2-die-verbotene-insel-wustrow» class=»Headlinestyled__Headline-sc-mamptc-0 ceLWQu» data-testid=»headline»>2. Die verbotene Insel Wustrow

Noch mehr Nervenkitzel wartet in der Ostsee: Die Halbinsel Wustrow in Mecklenburg-Vorpommern trägt den Beinamen „die verbotene Insel“. Betreten war bisher strengstens verboten – und das seit über 90 Jahren! Denn Wustrow ist ehemaliges Militärgelände. Die Wehrmacht errichtete hier zwischen 1933 und 1938 die größte Flakartillerieschule des Deutschen Reichs und mit ihr eine ganze Militärstadt.

Erst seit 2018 ist es möglich, dass Besucher und Besucherinnen unter bestimmten Auflagen die verbotene Insel besichtigen können. Es gibt geführte Wanderungen durch die ehemalige Wohnsiedlung Rerik-West oder Planwagen-Fahrten über Wustrow. Auf Schiffstouren ab Rerik lässt sich Wustrow vom Wasser aus entdecken.

3. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde

Auf Usedom locken sonnige Urlaubstage an der Ostsee, die Insel hat aber auch eine düstere Seite. In Peenemünde befand sich einst das größte militärische Forschungszentrum Europas. In den Versuchsanstalten Peenemünde arbeiteten von 1936 bis 1945 bis zu 12.000 Menschen an neuartigen Waffensystemen. Der weltweit erste Marschflugkörper und die erste funktionierende Großrakete kamen ab 1944 sogar als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeIn Peenemünde auf Usedom gab es das größte militärische Forschungszentrum Europas.In Peenemünde auf Usedom gab es das größte militärische Forschungszentrum Europas.Quelle: IMAGO/Zoonar

Heute kannst du im Historisch-Technischen Museum Peenemünde auf 5000 Quadratmetern in die düstere Geschichte von einst eintauchen. Die Ausstellungen dokumentieren, wer in Peenemünde arbeitete, wie die Menschen lebten und warum die enorm aufwendigen Waffenprojekte durchgeführt wurden. Zu sehen gibt es Interviews mit Zeitzeugen, Originaldokumente und viele technische Geräte.

4. Die ehemalige Grenz- und Beobachtungsinsel Ruden

In der Mündung des Peenestroms vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns liegt die Insel Ruden, die gerade mal 2,2 Kilometer lang und 390 Meter breit ist. Ruden war einst Grenz- und Beobachtungsstation. Soldaten kontrollierten von hier aus die Probeflüge von Hitlers V2-Raketen, zu DDR-Zeiten überwachten Grenzschützer ein- und auslaufende Boote.

Eiland mit geheimnisvoller Geschichte: Die Insel Ruden in Mecklenburg-Vorpommern.Eiland mit geheimnisvoller Geschichte: Die Insel Ruden in Mecklenburg-Vorpommern.Quelle: imago images/POP-EYE

Es gibt auf der Insel weder Strom noch fließendes Wasser. Bis November 2015 hatte die kleinste Insel Deutschlands zwei Einwohner, danach übernahm der Verein Jordsand die naturschutzfachliche Betreuung. Seit 2021 lebt wieder ein Paar auf der Insel und der Hafen, der fünf Jahre geschlossen war, wurde saniert und wieder in Betrieb genommen. Nun ist die Insel erneut zugänglich und es gibt geführte Touren.

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5. Das weiße Schloss Dwasieden

Auf der Insel Rügen erzählt „das weiße Schloss am Meer“ bei Sassnitz eine geheimnisvolle Geschichte. In den 1870er-Jahren ließ der Berliner Bankier Adolph von Hansemann, der einer der reichsten Männer der Bismarck-Zeit war, das prunkvolle Schloss Dwasieden mit einem eindrucksvollen Park errichten.

Lost Place: Schloss Dwasieden auf Rügen bei Sassnitz.Lost Place: Schloss Dwasieden auf Rügen bei Sassnitz.Quelle: imago images/arguseye

Seine Erben verkauften das Schloss in den 1930er-Jahren an die Marine, 1948 wurde es während der sowjetischen Besatzungszeit gesprengt. Heute kann man im Rahmen einer Führung die Ruinen besichtigen, erhalten geblieben sind Teile des Marstalls sowie die Reste eines Pavillons. Im Juli 2022 wurde nach Auskunft des Insolvenzverwalters das Objekt an einen Käufer aus der Immobilienbranche veräußert.

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6. Der Koloss von Prora

Der bekannteste Lost Place in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich auch auf der Insel Rügen. In der Nähe von Binz wurde in Prora in den Jahren 1936 bis 1939 ein gigantischer Gebäudekomplex mit Ferien-Apartments und Hotels gebaut: Im KdF-Seebad Rügen sollten 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeGeheimnisvolles Gebäude in der Nähe von Binz: der „Koloss von Prora“.Geheimnisvolles Gebäude in der Nähe von Binz: der „Koloss von Prora“.Quelle: imago images / Matthias Koch

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 verhinderte jedoch die Fertigstellung als Seebad. Stattdessen diente die Anlange in Prora der DDR jahrelang als Militärkaserne. Lange wurde dann über die Zukunft des „Kolosses von Prora“ verhandelt. Seit 2004 werden die Blöcke einzeln veräußert und zu Wohn- und Hotelanlagen umgestaltet.

7. Die DDR-Urlaubsinsel Vilm

Vor der Südküste von Rügen liegt ein weiteres Stück Mecklenburg-Vorpommerns mit DDR-Vergangenheit: Die Insel Vilm galt früher als exklusiver Ort, den nur ausgewählte Personen besuchen durften. Mitglieder der SED-Führungsriege wie Erich Honecker oder Walter Ulbricht durften ihren Urlaub auf Vilm verbringen.

Heute gehört die Insel zu der auf Rügen gelegenen Stadt Putbus und ist Teil des Naturschutzgebietes Insel Vilm. In den ehemaligen Ferienhäusern der SED-Prominenz haben seit 1990 das Bundesamt für Naturschutz und seine Naturschutzakademie einen Sitz. Wer die Insel besichtigen möchte, muss sich anmelden und eine geführte Exkursion buchen. Pro Tag dürfen maximal 60 Besucherinnen und Besucher die Insel Vilm besuchen.

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8. Die Vogelinsel Greifswalder Oie

Zwölf Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Usedom und Rügen liegt die Greifswalder Oie, ein schmaler Streifen Land, 1550 Meter lang und zwischen 350 und 570 Meter breit. Zu DDR-Zeiten war die Greifswalder Oie Sperrgebiet. NVA-Soldaten waren hier stationiert und lauschten Richtung Westen. Noch früher testeten Raketenwissenschaftler des Dritten Reiches auf der Insel die erhoffte Wunderwaffe V1.

Nur noch Ruinen erinnern an die einstigen Abhöreinrichtungen zu DDR-Zeiten.Nur noch Ruinen erinnern an die einstigen Abhöreinrichtungen zu DDR-Zeiten.Quelle: Jasmin Kreulitsch

Heute sind auf der Greifswalder Oie die Vögel an der Macht. Seit 1990 betreibt der Verein Jordsand einen der wenigen ganzjährig besetzten Außenposten. Neben Vogelkundlerinnen und Vogelkundlern leben immer wieder Zivis und Jugendliche auf der Oie, die ein Ökologisches Jahr absolvieren. Nur ein Seenotrettungskreuzer sowie die „MS Seeadler“ dürfen die Insel ansteuern – mit jeder Fahrt maximal 50 Passagierinnen und Passagiere.

9. Die Bunker von Crivitz

Ein großes Geheimnis liegt unter der Erde in der Nähe der Stadt Crivitz. Die Bezirksverwaltung Schwerin des Ministeriums für Staatssicherheit ließ in den 1960er-Jahren einen Bunker errichten, in dem eine „standhafte, ununterbrochene und gedeckte Führung“ möglich sein und als sicherer Rückzugsort dienen sollte.

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Die Bunker wurden heimlich aus fertigen Betonteilen gebaut und anschließend durch darüber errichtete Gebäude getarnt. Heute ist alles abgerissen, die Bunker gibt es aber noch. Seit 1989 erfolgte allerdings keine weitere Nutzung des Bunkers. Die Platten, mit denen die Zugänge versperrt wurden, wurden mittlerweile von Besucherinnen und Besuchern entfernt, sodass man einen Blick in die Tiefe werfen kann.

10. Das ehemalige Kurhotel Zippendorf

Ein Lost Place mit geheimnisvollem Flair liegt am Südufer des Schweriner Sees in der mecklenburgischen Stadt Schwerin. Zur Förderung des Fremdenverkehrs wurde im Jahr 1909 das Kurhotel Zippendorf errichtet, das in den Goldenen Zwanzigerjahren ein beliebtes Urlaubsziel war.

Doch sowohl der Erste als auch der Zweite Weltkrieg verhinderten eine weitere Zukunft als Luftkurort. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude erst Geflüchteten als Unterkunft und später als Lazarett der Luftwaffe. Heute gibt es Pläne zur Wiederbelebung, die bisher allerdings immer wieder an den Investoren gescheitert sind.

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