Mit 100-prozentiger Sicherheit kann niemand sagen, wo die ältesten erhaltenen Brücken der Welt zu finden sind. Zur Diskussion stehen aber immer wieder die Brücken nahe der Stadt Arkadiko in Griechenland, dem Land mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus den vergangenen Jahrtausenden.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Wirklich auffallend sehen sie nicht aus. Doch wer die Geschichte kennt und weiß, wo man die Augen aufhalten muss, entdeckt ein faszinierendes Geschichtsdokument. Und das Beste daran: Eine der Brücken ist auch heutzutage noch immer begehbar.
Kazarma-Brücke: Steinhaufen mit jahrtausendelanger Geschichte
Von einem Einsturz ist die Kazarma-Brücke weit entfernt. Sie wird zusammen mit drei weiteren Brücken zu den Brücken von Arkadiko gezählt, die auch als Mykenische Brücken von Kazarma betitelt werden. Ihr Alter ist spektakulär: Vor rund 3300 Jahren wurden sie erbaut.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Auch die angewendete Bauweise ist faszinierend. Große unregelmäßige Steine wurden bei ihrem Bau übereinandergeschichtet, und zwischen den großen Kalksteinblöcken füllen anstelle von Mörtel kleinere Steine die Zwischenräume. Diese Trockenmauertechnik, bei der die Steine übereinandergeschichtet werden, kam auch bei der Inkastadt Machu Picchu in Peru zum Einsatz.
Zu den Brücken von Arkadiko zählt auch die Petrogefyri-Brücke, die über einen Wanderweg von der Kazarma-Brücke aus erreicht wird. Die Brücken haben einen Abstand von rund 1,7 Kilometern zueinander. Da im Durchlass der Petrogefyri-Brücke ein Stein wesentlich verrutscht ist, droht bei einer großen Erschütterung ihr Einsturz.
Am nördlichen Ortsrand von Arkadiko steht ein weiteres Exemplar der Brücken von Arkadiko. Auch hier kannst du noch immer die Überreste von zwei Durchlässen für den früheren Wasserlauf erkennen. Die vierte Brücke ist nur noch als Überrest vorhanden und befindet sich an der alten Nationalstraße zwischen Agios Ioannis und Arkadiko in der Nähe der Kirche Agios Ioannis.
Diese schönen Seen in Deutschland sind besonders sehenswert
Mit diesen Geheimtipps entdeckst du Deutschland abseits der bekannten Pfade
Geheimtipp in Dänemark: Diese Ostseeinseln fühlen sich an wie Mittelmeer
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Die unkaputtbare Kazarma-Brücke
Das Highlight der Brücken von Arkadiko ist die unkaputtbare Kazarma-Brücke. Unscheinbar von außen, stellt sie aufgrund ihrer Geschichte und der Möglichkeit, sie noch heute zu überqueren, ein wahres Kulturschmankerl dar. Nach wie vor wird die auf 3300 Jahre geschätzte Steinbrücke genutzt. Von solcher Standfestigkeit können heutige Brücken, siehe Carolabrücke in Dresden, nur träumen, und die Kazarma-Brücke wird daher als älteste noch genutzte Brücke der Welt gehandelt.
Heute ist das Flussbett unter der Brücke zumeist trocken, doch früher, als es hier noch plätscherte, verhalf sie über den Bach. Schon Streitwagen diente die Brücke einst als Übergang, an den Seiten der Brücke sind noch die Bordsteine erkennbar, die die Streitwagen in der Spur halten sollten. Auch Waren wurden hier bereits vor Jahrtausenden transportiert.
Details zur Kazarma-Brücke
Die Kazarma-Brücke liegt etwa 500 Meter südwestlich der Akropolis von Kazarma und 140 Meter westlich des Ortes Agios Ioannis an der Straße nach Arkadiko. Das Relikt der Vergangenheit ist 11,50 Meter lang, vier Meter hoch und erreicht eine Breite von 5,60 Metern an der Basis.
Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Ohne die Geschichte zu kennen, würdest du die Brücke vielleicht als Steinhaufen abtun. So aber kannst du die geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit würdigen und sogar ein Foto machen. Und mal ehrlich, wer kann schon von sich behaupten, eine 3300 Jahre alte Brücke passiert zu haben?
Mehr Inspiration gesucht? Tipps für alle Top-Reiseziele findest du beim reisereporter, die besten Reiseangebote auf unserer Deal-Seite.
Reisereporter
Quelle: Quelle



Naturschätze
Neue Aktivitäten
Erbseninseln