Samstag, März 14, 2026
spot_imgspot_imgspot_imgspot_img

Top 5 der Woche

unsere letzten Posts

Die größten Keimschleudern im Hotelzimmer – fast alle Reisenden fassen sie an

Das Hotel ist ein Ort, der Ankommen und Entspannen bedeutet – so lange du nicht darüber nachdenkst, wie keimig das Hotelzimmer sein könnte. Es gibt nämlich ein paar Oberflächen, über die du vielleicht selbst noch einmal wischen solltest, bevor der Urlaub wirklich beginnen kann. Denn es gibt Orte in einem Hotelzimmer, die meist alles andere als sauber sind.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Das hat auch Gründe, weiß die Reinigungskraft Mona Murahwa, die mit dem englischsprachigen Reisemagazin „Fodors” gesprochen hat: „Ein Check-out um 11 Uhr und der nächste Check-in um 15 Uhr limitiert die Zeit fürs Putzen eines Zimmers.“ Murahwa hat in verschiedenen Hotels gearbeitet und inzwischen eine eigene Reinigungsfirma gegründet. Sie weiß: „Wenn das Reinigungsteam 15 Räume in diesem vierstündigen Zeitfenster fertigstellen muss, haben sie nur etwa 15 bis 20 Minuten für jedes Zimmer. Das ist nicht lang genug, um jede Oberfläche gründlich zu reinigen, da Desinfektionsmittel 5 bis 10 Minuten lang einwirken müssen, um Bakterien effektiv abzutöten.“

Welche Orte im Hotelzimmer besonders keimig sind, verraten wir dir jetzt.

Der Wasserhahn und die Duscharmatur

Es ist der Klassiker: Wasserhahn und Duscharmaturen werden sehr oft angefasst und sind ständig feucht. Oft wird mit ungewaschenen Händen dran herumgedreht, beispielsweise direkt nach dem Toilettengang.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Dazu kommt ein zweiter Effekt: In vielen Bädern ist die Belüftung nicht ideal. Feuchtigkeit setzt sich in kleinen Ritzen, an Gewinden und rund um Knöpfe ab. Genau da können sich Mikroorganismen festsetzen und wachsen. Werden diese Bereiche nicht ordentlich desinfiziert, können sich Mikroben wie Legionella und Pseudomonas ansiedeln und gedeihen.

Blick in ein Hotelzimmerbad und auf ein Hotelbett.Wasserhahn und Dusche sind bei schlechter Reinigung ein idealer Nährboden für Keime.Quelle: imago images/Addictive Stock

Murahwa empfiehlt, die Armaturen mit Desinfektionsmittel und heißem Wasser gründlich abzuwischen. Dafür eignen sich etwa Desinfektionstücher. Auch der Lüfter sollte nicht direkt nach dem Duschen wieder abgestellt werden: Je länger er läuft, desto trockener wird der Raum.

Mehr zum Thema

 Eine Frau sitzt im Bett und isst. Einfach eine Pizza aufs Hotelzimmer liefern zu lassen ist in vielen Hotels nicht erlaubt.Wissen für Reise-Nerds

Warum Urlauber nicht im Hotelzimmer essen sollten

 Koffer aufs Bett – ein No-Go für Jasmin.Hotel-Tipps

Diese 8 Dinge sollte man im Hotelzimmer lieber nicht tun

 Eine Kakerlake sitzt auf einer Zahnbürste.Wissen für Reise-Nerds

Kakerlaken im Hotelzimmer: Was ist dann zu tun?

Der Duschvorhang

Auch der Duschvorhang gehört zu den typischen Problemzonen im Hotelbad. Er kommt bei jeder Dusche mit Wasser, Seife und Shampoo in Kontakt und bleibt danach oft lange feucht. Genau diese dauerhafte Nässe macht ihn anfällig für Keime. Besonders am unteren Rand sammeln sich Seifenreste, Hautpartikel und Schmutz, die einen idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel bilden.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeBlick in ein Badezimmer mit Duschvorhang.In Duschvorhängen fühlen sich Keime ebenfalls sehr wohl.Quelle: imago images/Arcaid Images

Hinzu kommt, dass Duschvorhänge in vielen Hotels nicht nach jedem Gast gewechselt oder gewaschen werden. Auch das ist meist Zeitproblemen geschuldet. Selbst wenn sie optisch sauber wirken, können sich in den Falten und Nähten Mikroorganismen festgesetzt haben. Bei empfindlichen Menschen kann das Hautreizungen begünstigen oder die Atemwege belasten, vor allem dann, wenn bereits Allergien oder Asthma bestehen.

Empfohlen wird, den Duschvorhang vor der Nutzung kurz zu prüfen. Riecht er muffig oder zeigen sich dunkle oder schmierige Stellen, sollte an der Rezeption um einen frischen gebeten werden. Nach dem Duschen hilft es außerdem, den Vorhang komplett breit zu ziehen, damit er schneller trocknet und Keime schlechtere Chancen haben.

Der Föhn

Den Föhn muss man meistens suchen, denn oft liegt er versteckt in einem Säckchen irgendwo in den Badschränken. Doch das schützt ihn nicht vor Keimen. Denn er wird zwar gern benutzt, aber nicht jedes Mal gereinigt. Der Griff wird von vielen Gästen angefasst, oft nach dem Zähneputzen, nach dem Eincremen oder beim Styling. Dabei bleiben Hautfett, Produktreste und Keime zurück. Da der Föhn meist im Badezimmer liegt, kommt zusätzlich Feuchtigkeit ins Spiel, was Mikroorganismen begünstigt.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeEine Frau föhnt sich die Haare.Vorsicht beim Föhn: Im Inneren setzen sich gerne mal Keime fest.Quelle: imago images/Pond5 Images

Problematisch ist auch das Innere des Geräts. Dort können sich Staub und Partikel sammeln, die beim Einschalten wieder in die Luft geblasen werden. Gelangen diese direkt ins Gesicht, kann das bei empfindlicher Haut oder gereizten Atemwegen unangenehm werden. Besonders Menschen mit Allergien oder sensibler Kopfhaut können darauf reagieren. Um das zu vermeiden, kannst du den Föhn kurz laufen lassen und ihn in eine andere Richtung halten und den Griff mit einem Desinfektionstuch abwischen.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

Der reisereporter-Newsletter: Die Vorteile für dich

Du willst exklusive Reisetipps, ungewöhnliche Orte und günstige Reise-Deals immer bequem in dein Mail-Postfach bekommen? Dann hol dir unseren Newsletter und erhalte regelmäßig die faszinierendsten und beliebtesten Geschichten und wichtigsten Infos aus aller Welt.

Hier abonnieren

Kaffeemaschine und Geschirr

Ein Highlight im Hotelzimmer ist für viele die Kaffeemaschine. Morgens aufs Knöpfchen drücken und Kaffee im Bett genießen, das ist doch herrlich. Oder? Nun ja, auch hier geht es meist nicht so ganz sauber zu. Hier ist es ähnlich wie bei Wasserhahn und Co.: Die Knöpfe werden regelmäßig betätigt, doch oft fehlt die Zeit, diese gründlich zu reinigen.

Blick in ein Regal eines Hotelzimmers mit Safe und Kaffeemaschine.Kaffeemaschinen in Hotels solltest du lieber nochmal abwischen und Tassen mit heißem Wasser ausspülen.Quelle: imago images/Jochen TackWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Ähnlich sieht es bei Tassen und Löffeln aus: Auch die sind nicht immer so hygienisch, wie sie aussehen. In manchen Hotels werden sie per Hand gespült oder nur ausgespült und wieder hingestellt. Bleiben dabei Rückstände oder trocknen die Teile nicht vollständig, können sich Bakterien halten. Für gesunde Menschen ist das meist kein akutes Problem, bei empfindlichen Schleimhäuten oder einem angeschlagenen Immunsystem kann es aber unangenehm werden.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schnappt sich ein Desinfektionstuch für die Knöpfe an der Kaffeemaschine und spült die Tassen und Gläser mit heißem Wasser aus.

Polstermöbel und Textilien

Polstermöbel und textile Flächen im Hotelzimmer werden oft unterschätzt, dabei kommen Gästinnen und Gäste mit ihnen besonders intensiv in Kontakt. Kissen, Sofas, das Kopfteil des Bettes und auch der Teppich werden berührt, als Ablage genutzt oder kommen direkt mit Haut, Händen und Haaren in Berührung. Dabei gelangen Hautpartikel, Schweiß, Körperöle und Schmutz auf die Oberflächen.

Das Problem liegt weniger im sichtbaren Dreck als im Material. Stoffe, Polster und Teppiche speichern Feuchtigkeit und bieten Keimen damit deutlich bessere Bedingungen als glatte Flächen. Gleichzeitig lassen sie sich nur schwer gründlich reinigen. Mehrheitlich werden sie abgesaugt oder oberflächlich gereinigt, eine tiefgehende Desinfektion findet deutlich seltener statt.

Blick in einen Hotelgang mit Teppich.Teppiche in Hotel können zu echten Keimschleudern werden.Quelle: imago images/Norbert SchmidtWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Teppiche nehmen zusätzlich alles auf, was über Schuhe oder Koffer in das Zimmer getragen wird. In den Fasern können sich Bakterien und Pilze halten, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Gerade barfuß oder bei kleinen Hautverletzungen kann das problematisch sein.

Empfohlen wird, direkten Hautkontakt mit Polstern und Teppich möglichst zu reduzieren. Zusätzliche Kissen mit frischem Bezug, ein Handtuch als Unterlage oder ein eigenes Tuch auf Sofa und Kopfteil können helfen. Im Zimmer lieber Hausschuhe tragen und Gepäck nicht direkt auf den Teppich stellen.

Die Matratzen

Der krönende Abschluss: die Matratzen. Sie gehören zu den sensibelsten Bereichen im Hotelzimmer, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Jede Nacht kommen sie über viele Stunden hinweg mit dem Körper in Kontakt. Dabei gelangen Hautschuppen, Schweiß und Körperöle auf die Oberfläche. Genau diese Rückstände können sich über längere Zeit in Matratzen und Schutzbezügen sammeln.

Zwar werden Bettwäsche und Bezüge regelmäßig gewechselt, die Matratze selbst jedoch deutlich seltener gereinigt. Entscheidend ist daher der Zustand des Matratzenschoners. Ist er dünn, beschädigt oder verrutscht, können Flüssigkeiten bis in die Matratze eindringen. Die lassen sich dann kaum noch hygienisch reinigen.

Blick in ein Hotelzimmer mit Doppelbett.Das Bett ist das Zentrum des Hotelzimmers, allerdings meist auch nicht frei von Keimen.Quelle: imago images/YAY ImagesWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Hinzu kommt, dass nicht jeder Gast und jede Gästin kleinere Missgeschicke meldet, weiß Brandon Crudup, General Manager von „Play Park Hospitality“. Entsprechend hängt viel davon ab, wie sorgfältig das Housekeeping kontrolliert und wie konsequent Schutzbezüge ausgetauscht werden. Für Menschen mit Allergien oder empfindlicher Haut kann das relevant sein, da sich in Matratzen auch Staubmilben und andere Reizstoffe ansiedeln können.

Empfohlen wird, vor dem Zubettgehen einen kurzen Blick unter die Bettwäsche zu werfen. Ein sauberer, intakter Matratzenschoner ist ein gutes Zeichen. Wirkt er beschädigt oder stark abgenutzt, kann problemlos um frische Wäsche oder einen neuen Schoner gebeten werden. Wer besonders sensibel ist, kann zusätzlich ein eigenes dünnes Laken oder ein großes Handtuch als Barriere nutzen.

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

Reisereporter

Quelle: Quelle

Beliebte Beiträge