Ehemalige Gefängnisse und mediterrane Pflanzen, ganz viel Gelassenheit und ein besonders mildes Klima empfangen Besucherinnen und Besucher auf den Erbseninseln von Dänemark. Wie es Inselparadiese so an sich haben, sind sie nur über Fährverbindungen von anderen Inseln aus zu erreichen. Da machen auch die Erbseninseln, dänisch: Ertholmene, keine Ausnahme.
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Im Sommer werden die beiden bewohnten Eilande Christiansø und Frederiksø täglich von Fähren angefahren. Der reisereporter stellt dir vor, was dich auf dem Archipel, das stellenweise an typische Mittelmeerinseln erinnert, erwartet.
Die Erbseninseln in Dänemark
Das Archipel der Erbseninseln ist der östlichste Punkt Dänemarks und besteht aus den Inseln Christiansø und Frederiksø sowie dem Vogelreservat Græsholmen und einer Anzahl größerer und kleinerer Felsen. Die Inseln liegen etwa 18 Kilometer nordöstlich von Bornholm und bestehen zu großen Teilen aus Granit, der in den Sommermonaten viel Wärme speichert – das führt im Sommer und bis in den späten Herbst hinein zu einem milden Klima.
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Die Küstenlandschaft der Erbseninseln in Dänemark.Quelle: imago images/Ullrich Gnoth
Hier ist es trockener und sonniger als im übrigen Dänemark und die Vegetation gibt sich besonders mediterran. Es gedeihen Feigen und Weintrauben sowie Mittelmeerraumgewächse wie Haferwurzel, Goldlack oder Spornblumen. Gepflückt werden dürfen sie nicht, alle Pflanzen der Inseln stehen unter Naturschutz.
Die Häuser auf den Erbseninseln stehen unter Denkmalschutz.Quelle: imago images/Ullrich Gnoth
Zusammengefasst sind die beiden Inseln Christiansø und Frederiksø rund 26 Hektar groß, das entspricht etwa 26 großen Fußballfeldern. Der 30 Meter lange Abstand zwischen beiden Inselchen wird mit einer Brücke überwunden. Und auf die rund 100 Einwohnerinnen und Einwohner der Erbseninseln, die einen besonders entspannten Lebensstil zelebrieren, kommen in den Sommermonaten fast jedes Jahr rund 50.000 Besucherinnen und Besucher, die überwiegend für Tagesausflüge von der Insel Bornholm per Fähre übersetzen.
Die Landschaft auf Christiansø mutet mediterran an.Quelle: imago images/Pond5 Images
Wer im sonst so hundefreundlichen Dänemark unterwegs ist, muss hier wissen, dass bis auf angeleinte Blindenhunde auf den Erbseninseln keine Hunde erlaubt sind, da es mehrere offene Trinkwasserreservoirs gibt.
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Die Insel Christiansø
Christiansø ist mit 22 Hektar die größere bewohnte Erbseninsel und eine Festungsinsel. Die gut erhaltene und nie eingenommene Seefestung Christiansø wurde 1684 errichtet, war bis 1855 in Betrieb und gilt als erste Seefestung Skandinaviens.
Noch immer stehen die alten Kanonen auf der Festung Christiansø.Quelle: imago images/Dreamstime
Die alten Kanonen stehen hier noch immer und du kannst auf den Mauern der Bastion den Blick auf das Meer genießen. Als die Festung damals aufgegeben wurde, stellte man sie mitsamt aller weiteren Inselbauten des Archipels unter Denkmalschutz und die Erbseninseln unterstehen bis heute dem Verteidigungsministerium.
Die Häuser der Erbseninseln stehen unter Denkmalschutz.Quelle: imago imagesWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige
Durch diesen Umstand werden auf den Erbseninseln keine kommunalen Steuern gezahlt und der Steuersatz liegt weit unter dem im Rest von Dänemark. Das half, der Überalterung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Junge Familien haben sich auf den Erbseninseln niedergelassen und in der klitzekleinen Insel-Schule werden etwa zwölf Schülerinnen und Schüler bis zur siebten Klasse unterrichtet. Sogar ein Vorlesewettbewerb des ganzen Königreichs wurde hier schon gewonnen.
18 Kilometer von Bornholm entfernt liegt das kleine Inselparadies.Quelle: imago images/Dreamstime
Zum Inventar von Christiansø gehören auch ein kleiner Inselladen, idylische Gärten und historische Häuschen, an denen aufgrund der Denkmalschutzauflagen nichts verändert werden darf. Und wer länger bleibt als die Tagestouristen, findet im Inselgasthof Kro die Möglichkeit, den Sonnenuntergang bei einem kühlen Getränk von der Terrasse aus zu beobachten. Mit Glück begleitet von etwas Musik, denn die Einheimischen finden sich gerne am späteren Abend zum Musizieren zusammen.
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Die Insel Frederiksø
Über eine kleine Fußgängerbrücke ist Frederiksø mit der Schwesterninsel Christiansø verbunden. Nicht mehr als zehn Personen gleichzeitig sollen sich auf der Brücke aufhalten, besagt ein kleines Schild an dem Übergang. Nach wenigen Metern ist die Insel Frederiksø erreicht, die nur 440 Meter Länge und 160 Meter Breite misst. Der höchste Punkt des Eilands liegt acht Meter über dem Meeresspiegel.
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Zu den historischen Gebäuden von Frederiksø gehört der Lille Tårn, deutsch: Kleiner Turm, ein kegelförmiger Wachturm aus Stein aus dem Jahr 1687. Heute ist in dem Turm ein militär- und lokalhistorisches Museum untergebracht und im ersten Stock kannst du sehen, wie die Erbseninseln im Jahr 1850 aussahen.

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Und noch eine historische Sehenswürdigkeit befindet sich auf Frederiksø: das ehemalige Gefängnis Ballonen. Einst wurde es als Staatsgefängnis für politische Gefangene genutzt und die Flucht von diesem abgelegenen Ort galt als unmöglich. Der prominenteste Insasse war der Theologe und Philosoph Jacob Jacobsen Dampe, der von 1826 bis 1841 hier einsaß, nachdem er den dänischen König gewaltsam stürzen wollte. Seine Zelle kann besichtigt werden.
Blick auf den ehemaligen Wachtturm auf Frederiksø.Quelle: imago images/Ullrich Gnoth
Aber auch Naturinteressierte und Fans der Vogelfotografie kommen auf Frederiksø auf ihre Kosten und können vielleicht ein seltenes Motiv ablichten. Die umbrandete Vogelinsel Græsholm liegt gleich vor Frederiksø und mit Glück sind Bilder des schwarz-weißen Tordalk möglich, der von seiner Erscheinung Ähnlichkeit mit dem Pinguin hat.
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Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten
Im Sommer fahren täglich Ausflugsschiffe von den Bornholmer Orten Svaneke, Gudhjem und Allinge zu den Erbseninseln. Typischerweise werden die Erbseninseln bei einer geführten dreistündigen Tour entdeckt und danach wird mit der Fähre der Heimweg angetreten.
Du kannst aber auch auf den Erbseninseln übernachten. Auf Christiansø finden etwa 30 Zelte auf dem Campingplatz Platz und der Inselgasthof: Kro & Gæstgiveri bietet sechs Doppelzimmer an.
Im Sommer steuern täglich Fähren die Ertholmene an.Quelle: imago images/Ullrich Gnoth
Abenteuerlich übernachten kannst du in dem erwähnten Staatsgefängnis Ballonen auf Frederiksø, wo fünf ehemalige Zellen für Übernachtungen zur Verfügung stehen. Und wer mit dem eigenen Boot anlegt, findet 70 Stellplätze in dem Naturhafen vor.
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