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Geheimtipps in Costa Rica: Warum das Land in der Regenzeit am schönsten ist

Es ist ein grauer Nachmittag, der Himmel ist recht wolkenverhangen, doch warm ist es trotzdem. Ein paar Menschen springen ins Meer. Unter den Bilderbuch-Palmen sitzen Einheimische und Familien, die ihre Kühltruhen voller Essen mitgebracht haben. Am Strand selbst sind nur sehr wenige Menschen unterwegs.

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Der nächste Morgen, der gleiche Ort: Die Sonne strahlt, der Schweiß läuft und das Meer bietet eine herrliche Abkühlung. Es ist fantastisches Wetter und trotzdem lässt sich die Menge an Menschen am Strand an zwei Händen abzählen – das ist <a href="https://www.reisereporter.de/reiseziele/nordamerika/costarica/» target=»_self» rel=»» title=»https://www.reisereporter.de/reiseziele/nordamerika/costa-rica/» data-vars-event-category=»intext_link» data-vars-event-action=»click» data-vars-event-label=»https://www.reisereporter.de/reiseziele/nordamerika/costa-rica/»>Costa Rica während der Regenzeit.

Blick auf eine Bucht mit einem Sandstrand und Palmen.Leere Strände und Sonne satt erwarten dich in Costa Rica trotz Regenzeit im Winter.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Regenzeit ist für die Reiseplanung eigentlich ein abschreckendes Wort. Wie viele Wechselsachen man da einpacken müsste, dann wird die Kamera ständig nass und die ganze Zeit im Regenponcho rumlaufen, das klingt auch nicht gerade schön. Doch in Costa Rica bedeutet Regenzeit alles andere als Dauerregen, im Gegenteil.

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Natürlich gibt es immer wieder kräftige Schauer, manchmal auch mehrmals täglich. Doch dazwischen scheint in der Regel die Sonne und die Natur ist so saftig und grün wie zu keiner anderen Jahreszeit.

Diese Geheimtipps solltest du in Costa Rica nicht verpassen

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich doch einige von dem Wort Regenzeit abschrecken lassen, die in Costa Rica ungefähr von Mai bis November dauert. Selbst an den Touri-Hotspots ist nicht wirklich viel los und es ist kein Anstehen für gute Fotos oder langes Warten an den Ziplines nötig. Das kann in den Sommermonaten schon ganz anders aussehen, denn Costa Rica allgemein ist schon lange kein Geheimtipp mehr und manche bezeichnen es sogar als die Schweiz von Zentralamerika, da die Preise nicht mehr so Budget-freundlich sind.

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Trotz der Beliebtheit gibt es noch ein paar versteckte Highlights, vor allem an der Pazifikküste sowie im Landesinneren. reisereporterin Lisa hat diese besucht und stellt sie genauer vor.

Ein Ort in Costa Rica zum Altwerden: die Halbinsel Nicoya

Den Namen Nicoya hast du vielleicht schon mal gehört. Er bezeichnet eine ganze Halbinsel an der Pazifikküste in Costa Rica, die zu den sogenannten Blue Zones gehört. In diesen Zonen werden sehr viele Menschen sehr alt, und das Wichtigste: Sie altern gesund. Beschäftigung, Gesellschaft, überwiegend pflanzenbasiertes und regionales Essen sowie wenig Alkohol und keine Zigaretten sorgen für Longevity.

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Das kann Alexis Jimenez Lópes bestätigen: „Mein Onkel wird im Dezember 100 und wir werden eine große Party feiern“, sagt er stolz. Liebe und Musik, das ist das Geheimrezept, davon ist Alexis überzeugt. Pura Vida eben. Ein Satz, der einem in Costa Rica unzählige Male am Tag begegnet und so viel wie „Pures Leben“ bedeutet.

Ein Mann hält eine halbe Melone an einem Strand in der Hand.Alexis hat bald einen Hundertjährigen in der Familie. Kein Wunder, immerhin lebt er in der Blue Zone Nicoya.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Alexis erzählt von seinem Onkel, während er frisches Obst aufschneidet. Vor ihm stehen vier bunte Kajaks, mit denen wir gerade vom Festland rüber auf die kleine Insel Chora gepaddelt sind. Die Strecke ist in nicht mal einer halben Stunde zu bewältigen, doch kurz vor dem Anlanden nähert sich die Brandung und die Wellen werden stärker. Trotzdem ist das kleine Abenteuer auch für Kajak-Neulinge problemlos machbar.

Ein Vormittag auf einer einsamen Insel vor der Küste Costa Ricas

Die Insel sieht aus wie ein einziger Berg, doch am Fuße gibt es einen malerischen Sandstrand mit zahlreichen kleinen Krebsen, die geschäftig in ihren Muschelhäusern umherlaufen. In der Theorie lässt es sich hier auch wunderbar schnorcheln, doch da kann der Regen tatsächlich zum Nachteil werden: Durch die Schauer am Vortag ist das Wasser zu trüb und es lässt sich nichts erkennen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn so haben wir mehr Zeit, über den Mythos der Hundertjährigen zu sprechen.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeBlick auf einen Berg mit einem breiten Sandstrand davor.Die Isla Chora ist eine unbewohnte Insel mit einem breiten Strand und einem einzigen Berg.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Für die Geburtstagsfeier kommt die ganze Familie zusammen, und die ist riesig, sagt Alexis. „Die sind im ganzen Land verstreut, es sind mindestens 50.“ Zur Party wird jede Menge Fleisch gegrillt, Karaoke gesungen und das Leben gefeiert – soziale Kontakte sind einer der Gründe, warum Menschen hier gesund altern. Doch Alexis glaubt nicht, dass der Status der Blauen Zone noch lange Bestand haben wird: „Die jungen Leute leben nicht mehr so gesund wie die Alten. Das Wissen über Heilpflanzen geht verloren, die Menschen bewegen sich weniger und bekommen auch weniger Kinder, weil der Wohnraum zu teuer wird.“

Doch auch ohne diese Auszeichnung bleibt die Halbinsel Nicoya ein Ort der Ruhe mit fantastischer Natur, der einen Besuch absolut wert ist.

Postkartenidyll pur am Playa Carrillo

Playa Carrillo liegt ebenfalls auf der Halbinsel Nicoya in dem Ort Samara, und der Strand wirkt, als wäre er einer Postkarte entsprungen. Die Palmen biegen sich über den Strand, darunter sind bunte Sitzgruppen verteilt und das Beste: Es ist nichts los! Im Hotel, das etwas oberhalb des Strandes liegt, sind wir zunächst die einzigen Menschen und auch sonst keine Spur von Touristen.

Blick auf große Kokospalmen an einer Straße mit einem Sandstrand dahinter.Postkarten-Idyll pur trotz Regenzeit am Playa Carrillo.Quelle: Lisa-Marie LeuteritzWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Playa Carrillo ist ein echter Traumstrand, doch du solltest wachsam bleiben. Denn wie überall in Costa Rica zeigt sich auch hier, dass die Natur nicht unterschätzt werden sollte: Beim Betreten des Strandes warnt ein Schild vor Krokodilen. Gleich daneben mündet ein Bachlauf ins Meer, der sich etwas weiter oben in einen dichten Mangrovenwald verwandelt. In den Baumkronen darüber springen Brüllaffen von Ast zu Ast und geben teils gruselige Geräusche von sich.

Wenn du noch mehr Natur erleben willst, solltest du das Werner Sauter Reserve besuchen. Das liegt nur wenige Kilometer von Samara entfernt und darf mit einem Guide besucht werden. Als Christopher Carrillo uns in Empfang nimmt, bleibt gar nicht viel Zeit für große Vorstellungsrunden, denn direkt über uns sitzt ein Brüllaffe. Er stellt sein Spektiv auf und wir können uns den Affen genau anschauen.

Ein brauner Affe sitzt in einer Baumkrone.Ein Brüllaffe hat es sich in einer Baumkrone im Werner-Sauter-Biosphärenreservat gemütlich gemacht.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Das Werner-Sauter-Biosphärenreservat ist eines von nur wenigen privaten Naturschutzgebieten in Guanacaste. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden und führt durch Mango-Plantagen, vorbei an Kakaobäumen und schließlich hoch auf einen Berg. Oben angekommen habe ich gefühlt drei Liter Wasser durch Schwitzen verloren, doch für die Aussicht über die Halbinsel hat es sich gelohnt.

Blick von oben über eine grüne Bucht am Meer.Der Blick vom Reservat aus über die Halbinsel Nicoya und die Region Samara.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Christopher dagegen hat keine einzige Schweißperle auf der Stirn, er ist aber auch in Nicoya geboren und an das Klima gewöhnt. Sein Wissen ist enorm und der 28-Jährige hat Fakten zu fast jeder Pflanze am Wegesrand parat.

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Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Menschen, von denen Alexis erzählt hat, weiß Christopher um die Heilkräfte der Pflanzen: „Cas ist eine regionale Art der Guave und hilft sehr gut bei Durchfall. Die Sternfrucht dagegen hilft bei Bluthochdruck.“ Die Menschen in Costa Rica können auf eine so bunte und vor allem tropische Nahrungsvielfalt zurückgreifen, dass man neidisch werden könnte.

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Ein Vogelparadies in Sarapiquí

Costa Rica ist nicht nur für seine Pflanzenvielfalt bekannt, auch die Vogelwelt bringt Tag für Tag reihenweise Birdwatching-Fans um den Verstand. Dazu zähle ich mich auch, denn schon die heimische Vogelwelt macht mich sehr glücklich, doch hier in Costa Rica ist das noch mal eine ganz andere Nummer.

Es ist früh am Morgen und ich laufe durch die Anlage der Selva Verde Lodge in der Region Sarapiquí. Die Lodge ist kein Hotel für Leute, die Luxus suchen. Hier geht es darum, mit dem ersten Schritt nach draußen direkt mitten in der Natur zu stehen. Und das ist wörtlich gemeint: Wer auf den Wegen der Lodge unterwegs ist, sollte immer achtsam sein, Schlangen und Spinnen können so nah am Regenwald nicht ferngehalten werden.

Viele Menschen mit Kameras sitzen auf einem Balkon und fotografieren Vögel in einem Regenwald.Costa Rica ist ein Paradies für Birdwatching-Fans.Quelle: Lisa-Marie LeuteritzWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Mein Ziel ist der Frühstücksraum. Dort gibt es nämlich einen Balkon samt langer Tafel und Bank direkt an der Brüstung mit Blick auf die bunte Vogelwelt Costa Ricas. Unten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frische Früchte bereitgelegt und die ersten Vögel sind schon am Schnabulieren. Obwohl es noch nicht mal 7 Uhr am Morgen ist, sind hier schon etliche Menschen in Tarnklamotte und bestückt mit riesigen Kameraobjektiven. „Eine sehr gute Auswahl heute Morgen“, sagt der Reiseleiter der Birdwatching-Gruppe.

In der Luft und auf dem Boden: die unglaubliche Tierwelt Costa Ricas

In der Tat: Ein leuchtend blauer Vogel mit gelben Beinchen sitzt direkt neben einem grün schimmernden Exemplar. Auf dem Ast darunter landet ein schwarz-roter Vogel mit hellblauem Schnabel. Die Natur hat sich hier echt einmal quer durch die Farbpalette probiert. Plötzlich flüchten die kleinen Vögel und einer der absoluten Vogel-Stars traut sich nach unten zur Futterstelle: der Tukan. Mit seinem riesigen bunten Schnabel wirkt er unbeholfen und majestätisch zugleich, ein traumhafter Anblick.

Ein schwarzer Vogel mit einem riesigen bunten Schnabel sitzt auf einem Ast.Der Tukan gehört zu den schönsten Vögeln in Costa Rica.Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Rund um die Lodge sind mehrere Wege angelegt, die direkt durch den Regenwald führen und auf denen du den verschiedensten Tieren begegnen kannst, auch allerhand Spinnen und Schlangen. Von Letzteren bleibe ich glücklicherweise verschont, doch auch die Frösche können sich hier sehen lassen: Blau-rote Exemplare, die auch Jeanshosenfrösche genannt werden, sind am besten zu erkennen. Es wird empfohlen, die Wege nur mit einem Guide zu gehen, da hier etliche Gifttiere unterwegs sind.

Ein Faultier liegt versteckt in einer Baumkrone.Mit viel Glück und einem Guide, der ein gutes Auge hat, kannst du sogar Faultiere spotten.Quelle: Lisa-Marie LeuteritzWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Wer noch mehr Wildlife gepaart mit jeder Menge Wissen erleben will, sollte die biologische Forschungsstation La Selva besuchen. Auch hier muss vorab eine Führung gebucht werden. Wir kommen schon nach den ersten hundert Metern kaum noch voran: Tukane, Brüllaffen und sogar ein Faultier fordern unsere ganze Aufmerksamkeit.

Doch nicht nur nach oben schauen lohnt sich: Unten auf dem Weg sind jede Menge Blattschneiderameisen unterwegs, die teils riesige Blattstücke von A nach B transportieren. Costa Rica ist wirklich ein außergewöhnliches Naturparadies und bei dem Anblick der Tiere und Pflanzen ist auch der ein oder andere Regenschauer schnell vergessen.

Die Reise wurde unterstützt vom Costa Rica Tourism Board. Über die Inhalte und Ausrichtung des Artikels entscheidet allein die Redaktion.

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