Mittwoch, Januar 28, 2026
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Madeira erhöht ab sofort Gebühren für alle Wanderwege: Was bedeutet das für Urlauber?

Steile Gipfel, üppige Wälder und spektakuläre Wasserfälle machen Madeira zu einem der beliebtesten Wanderziele Europas. Vor allem die historischen Levada-Wege ziehen jedes Jahr hunderttausende und Aktivurlauberinnen und -urlauber auf die portugiesische Insel.

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Doch der Andrang hat Folgen. Um die empfindlichen Landschaften zu schützen und Touristenströme besser zu lenken, verschärfen die Behörden nun die Regeln. Für die offiziellen Wanderwege gelten seit 2026 höhere Gebühren, feste Zeitfenster und Besucherlimits.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Neue Gebühren und Buchungspflicht für Wanderwege auf Madeira

Bereits Anfang 2025 führte Madeira eine Gebühr für Besucherinnen und Besucher auf ausgewählten Wanderwegen mit der Kennzeichnung „PR“ ein. Bislang kosteten lediglich sieben Routen drei Euro pro Person. Dieser Betrag wurde jetzt angehoben und auf alle 35 offiziellen Wanderwege der Insel ausgeweitet. Wer älter als zwölf Jahre ist und nicht fest auf der Insel lebt, muss ab sofort 4,50 Euro pro Route zahlen.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeDie Aussichten beim Wandern auf Madeira sind atemberaubend.Die Aussichten beim Wandern auf Madeira sind atemberaubend.Quelle: IMAGO/imagebroker

Wer über einen Reiseveranstalter bucht, kommt günstiger weg und zahlt nur 3 Euro pro Person. Unabhängig davon gilt: Der Zugang zu den Wegen ist nur noch nach vorheriger Reservierung möglich. Damit sollen unkontrollierte Besucherströme künftig vermieden und die Umwelt besser geschützt werden.

Zeitfenster, Limits und mögliche Strafen

Die Tickets sind an ein festes 30-minütiges Startfenster gebunden. Pro Zeitraum steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung, die über das Online-Portal „SIMplifica“ reserviert und bezahlt werden können. Auch Einheimische sowie Kinder unter zwölf Jahren müssen sich anmelden, zahlen jedoch nichts.

Die Behörden erhoffen sich dadurch eine gleichmäßigere Verteilung der Wandernden über den Tag. Wer ohne gültige Buchung oder ohne zu bezahlen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50 Euro rechnen. Kontrollen auf beliebten Routen wurden bereits angekündigt.

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Sonderregelung für berühmten Höhenweg PR1

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem bekannten Höhenweg PR1 zwischen Pico do Areeiro und Pico Ruivo. Nach Schäden durch Waldbrände im Jahr 2024 wird die Strecke derzeit umfassend gesichert und modernisiert. Die Wiedereröffnung ist für April 2026 geplant.

Der berühmte Wanderweg PR1 wird nach der Wiedereröffnung deutlich teurer.Der berühmte Wanderweg PR1 wird nach der Wiedereröffnung deutlich teurer.Quelle: IMAGO/Zoonar

Für diesen Weg gelten ab dann aber höhere Preise. Geführte Touren über Veranstalter kosten 7 Euro, Individualwandernde zahlen 10,50 Euro. Begründet wird dies mit erhöhtem Pflegeaufwand und neuer Infrastruktur. Bis zur Wiedereröffnung von PR1 im April ist die Route aktuell bis zum Miradouro da Piedra Rija begehbar und kostet, wie alle anderen Wege, 4,50 Euro pro Person.

Einnahmen fließen in den Naturschutz Madeiras

Nach Angaben der Regierung werden sämtliche Einnahmen aus den Wandergebühren zweckgebunden eingesetzt. Sie sollen in Instandhaltung, Reinigung und den langfristigen Schutz der Naturgebiete fließen, die durch den wachsenden Tourismus stark beansprucht werden.

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Begleitet wird die Maßnahme von einer Informationskampagne für Besucherinnen und Besucher. Ziel ist es, Verständnis für die neuen Regeln zu schaffen. Laut Verantwortlichen stößt der Ansatz bei vielen Reisenden bereits auf Zustimmung, da nachhaltiger Tourismus zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

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