Samstag, März 7, 2026
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Ortahisar: Dieses Dorf in Kappadokien zählt zu den schönsten der Welt

Riesen, Feen und Felsfiguren: Schon der erste Blick auf Ortahisar lässt den Atem stocken. Umgeben von kleinen Häusern aus Stein scheint ein gigantischer Felsblock in den Himmel zu wachsen. Das Felsendorf Ortahisar liegt in Kappadokien in der Zentraltürkei und wirkt, als stamme es aus einem Märchen. Das passt. Denn die surreal anmutenden Steinfiguren, die das Dorf umgeben, werden auch als Feenkamine bezeichnet.

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Der größte Feenkamin thront mitten im Zentrum von Ortahisar. Stolz, mächtig und alles überblickend. Von oben reicht der Blick weit über Kappadokien. Der Burgfelsen gab dem Dorf den Namen: Ortahisar bedeutet auf Deutsch „mittlere Burg“. Jener Feenkamin ragt 90 Meter in die Höhe und ist der spektakulärste von allen.

Weiter Blick auf den Burgfelsen von Ortahisar mit seinen Höhlen und Tunneln.Weiter Blick auf den Burgfelsen von Ortahisar mit seinen Höhlen und Tunneln.Quelle: IMAGO/Depositphotos

Man vermutet, dass bereits in der Antike Höhlen und Tunnel ins Gestein geschlagen wurden und er schon zu hethitischer Zeit bewohnt war. Der Anblick: atemberaubend. Das Gestein ist durchzogen von versteckten Höhlen, verwinkelten Tunneln und Taubenschlägen. In byzantinischer Zeit diente der Burgfelsen als Schutz vor Angreifern.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeEine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Ortahisar: Eines der schönsten Dörfer der Welt

Noch heute hält Ortahisar einen Rekord: Die Burg gilt als eine der ersten mehrstöckigen Siedlungen der Welt. Kein Wunder, dass das „Forbes“-Magazin das Dorf nun als eines der 50 schönsten der Welt erkoren hat. Die Expertinnen und Experten sagen: „Unter einem Basalthimmel mit aprikosen- und aschfarbenen Streifen erhebt sich Ortahisar wie ein Monument aus dem Boden Kappadokiens.“

Blick auf die Häuser des Dorfes Ortahisar und eine 90 Meter Erdpyramide, in der sich eine Burg befindet.Das Dorf Ortahisar ist geprägt von einem 90 Meter hohen Feenkamin, einer gigantischen Erdpyramide.Quelle: IMAGO/Depositphotos

Das Urteil stimmt. Das Dorf wirkt wie aus einer anderen Welt, mystisch und märchenhaft zugleich. Enge Gassen schlängeln sich nach links und rechts, dazwischen reihen sich steinerne Häuser aneinander. Die älteren davon entstanden aus Tuffblöcken, die meist ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Heute sind einige dieser Steinherrenhäuser in Boutique-Hotels umgewandelt worden.

Unterwegs durch das Dorf reicht der Blick immer wieder auf den nahen Felsriesen mit seiner Burg, aber auch auf Feenkamine in der Ferne. Denn Ortahisar liegt in einer seltsam geformten Landschaft im Hallacdere-Tal. Aus dem Boden ragen hier Tuffsteinkegel wie graue Felsnadeln. Diese Erdpyramiden entstanden einst aus Lava, die der Vulkan Erciyes über Millionen Jahre ausgespuckt hat.

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Das formt das Landschaftsbild: Wind und Wetter rütteln an den Tuffsteinkegeln und verändern und formen sie im Laufe der Jahrhunderte. Die Farben können unterschiedlich sein, je nach Eisen- oder Kupferrückständen im Gestein. Die Feenkaminen verändern sich außerdem stetig: Sie können bis zu zwei Zentimeter pro Jahr erodieren.

In der Umgebung von Ortahisar ragen zahlreiche Tuffsteinkegel aus der Erde.In der Umgebung von Ortahisar ragen zahlreiche Tuffsteinkegel aus der Erde.Quelle: IMAGO/Cavan Images

Ortahisar: Obstkammer der Türkei

Das Dorf ist aber weit mehr als nur die Burg. In den Steingassen rundherum geht es zu Teegärten, Aprikosenständen und Feigenbäumen. Ortahisar ist das Zentrum des Obstanbaus in Kappadokien. Die ausgehöhlten Felsen in der Umgebung dienen seit jeher als Lagerraum. Dank des konstanten kühlen Klimas von zehn Grad im Sommer wie im Winter bleiben Obst und Gemüse frisch. Aus der gesamten Türkei werden Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Äpfel oder Zwiebeln in die Region gebracht, in den Höhlen gelagert und später weitertransportiert.

Vor allem Zitronen stehen im Fokus: Ortahisar ist einer der größten Zitronenexporteure der Türkei, die Stadt ist von vielen unterirdischen Zitronenlagern umgeben. Wer unterwegs kleine Schornsteine auf dem Boden bemerkt, braucht sich nicht zu wundern: Diese Schornsteine belüften die Höhlenlager unter der Erde.

Ortahisar liegt zentral zwischen den beliebten Touristenstädten Göreme, Ürgüp, Uçhisar und Nevşehir und ist ein beliebter Zwischenstopp für Reisende. Die Region ist nicht nur für ihre Architektur und Naturwunder berühmt: Letztes Jahr besuchten über 4,37 Millionen Touristinnen und Touristen die Museen und die archäologischen Stätten Kappadokiens.

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