Mittwoch, Januar 28, 2026
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Proteste im Iran: Sind Flüge nach Dubai und Abu Dhabi noch sicher?

Die politische Lage im Nahen Osten hat sich erneut dramatisch zugespitzt. Nach wochenlangen, tödlichen Protesten im Iran, einem möglichen Angriff des US-Militärs sowie dem Ausfall der Internetversorgung wächst die Sorge vor einer Eskalation.

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Für Reisende macht sich diese Entwicklung vor allem in der Luft bemerkbar: Zahlreiche Fluggesellschaften haben Flüge in den Nahen Osten vorübergehend gestrichen oder ihre Routen angepasst. Was Reisende jetzt wissen müssen.

Übersicht

Sicherheitslage in der Region: Was Reisende wissen sollten

Die Politische Lage im Nahen Osten in angespannt. Reisewarnungen bestehen derzeit für Israel und den Iran. Auch vor Reisen in den Irak wird, mit Ausnahme der Region Kurdistan-Irak, gewarnt. Für Gebiete Jordaniens sowie der Türkei besteht eine Teilreisewarnung.

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Für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi-Arabien bestehen derzeit keine Reisewarnungen. Das Auswärtige Amt weist jedoch darauf hin, dass mit dem Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran am 24. Juni 2025 die militärische Auseinandersetzung zwar beendet wurde, eine erneute Verschärfung der Sicherheitslage in der Region jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Vereinigten Arabischen Emirate mit beliebten Reisezielen wie Dubai liegen auf der Arabischen Halbinsel und damit nah am Spannungsgebiet. Sie grenzen an Saudi-Arabien und den Oman. Die kürzeste Entfernung zwischen Dubai und dem Iran beträgt 781 Kilometer Luftlinie, zwischen den Ländern liegt der Persische Golf.

So reagieren die Airlines auf die Sicherheitslage im Nahen Osten

Als Reaktion auf den politischen Konflikt hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfohlen, den iranischen Luftraum bis mindestens 16. Februar 2026 zu meiden. Begründet wird dies mit einer „erhöhten Wahrscheinlichkeit von Fehlidentifizierungen“ in der Region – also der Gefahr, dass zivile Passagierflugzeuge mit Reisenden fälschlicherweise als Bedrohung wahrgenommen werden.

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Besonders sichtbar wurden die Auswirkungen bei der niederländischen Fluggesellschaft KLM. Am 24. Januar strich die Airline kurzfristig alle Flüge nach Tel Aviv, Dubai, Dammam und Riad. Tausende Passagiere mussten umgebucht werden oder saßen zeitweise an Flughäfen fest. Ab 27. Januar sollen Dammam und Riad wieder angeflogen werden. Verbindungen nach Tel Aviv und Dubai werden noch geprüft.

Auch andere Airlines reagierten mit Anpassungen. Air France setzte ihre Dubai-Flüge kurzzeitig aus, nahm den Betrieb jedoch nach dem Wochenende wieder auf. Die Low-Cost-Tochter Transavia will die Verbindung nach Dubai Ende Januar wieder anbieten.

Dubai AirportVerbindungen von und nach Dubai können beeinträchtigt sein.Quelle: IMAGO/SOPA Images

Die Lufthansa Group, zu der neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Eurowings, Discover Airlines, Edelweiss Air und Air Dolomiti zählen, meidet den iranischen und irakischen Luftraum bereits seit dem 14. Januar.

Das hat unter anderem Folgen für Eurowings-Flüge nach Dubai: Aufgrund längerer Routen über Saudi-Arabien sind technische Zwischenstopps in Griechenland notwendig. Auch Wizz Air kündigte an, dass Flüge von Dubai und Abu Dhabi Richtung Europa teilweise zusätzliche Tankstopps in Zypern oder Griechenland einlegen müssen.

El Al Israel Airlines wiederum wirbt derzeit mit einem „Fly With Confidence“-Service, mit dem Tickets bis 48 Stunden vor Abflug storniert werden können. El Al verbindet Israel mit vielen Destinationen weltweit, zum Beispiel auch Dubai. Das Angebot gilt erstmal bis zum 17. März.

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Ganz allgemein müssen Airlines Reisende darauf hinweisen, wenn geplante Flüge in die Region gestrichen oder umgeleitet werden.

Diese Flughäfen sind aktuell betroffen

Die Empfehlung der EASA wirkt sich auf zahlreiche Flugverbindungen aus – insbesondere auf Routen nach Israel, in die Golfstaaten sowie nach Jordanien. Folgende wichtige Verkehrsknotenpunkte sind betroffen:

  • Iran und Irak: Luftraum wird derzeit vollständig umflogen
  • Tel Aviv (Israel): Verbindungen eingeschänkt
  • Amman (Jordanien): Verbindungen eingeschänkt
  • Dubai und Abu Dhabi (VAE): Vereinzelte Streichungen, Verspätungen sowie verlängerte Flugzeiten
  • Riad und Dammam (Saudi-Arabien): Temporäre Aussetzungen einzelner europäischer Airlines

Können Reisende den Urlaub kostenlos stornieren?

Wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für ein Urlaubsland ausspricht, kann das ein Grund für eine kostenlose Stornierung sein. Die Angst vor einer Eskalation des Iran-Konflikts rechtfertigt allerdings keine kostenfreie Stornierung des Urlaubs. Bei Pauschalreisen muss dazu eine offizielle Reisewarnung vorliegen – oder der Reiseveranstalter lässt die Möglichkeit aus Kulanz zu.

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Für Urlauber bedeutet die aktuelle Lage vor allem organisatorische Herausforderungen. Technische Zwischenlandungen, veränderte Abflugzeiten und längere Reisezeiten sind keine Seltenheit. Viele Airlines reagieren kulant und bieten kostenfreie Umbuchungen oder Rückerstattungen an – die genauen Bedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Fluggesellschaft.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Zwischenlandung in Dubai oder Riad? Was Reisende beachten sollten

Wer in den kommenden Wochen über Drehkreuze wie Dubai oder Riad reist, sollte seine Anschlussflüge im Blick behalten und unbedingt ausreichend Umsteigezeit einplanen.

Aufgrund der angespannten Lage kann es auch auf diesen Flügen jederzeit zu Umleitungen und damit zu Verspätungen kommen.

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

Reisereporter

Quelle: Quelle

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