Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und eine herzliche Gastfreundschaft – Samoa verkörpert das Paradies auf Erden und bleibt dennoch ein gut gehütetes Geheimnis im Südpazifik. Während Bali, die Malediven und Hawaii von Touristen überlaufen sind, bietet der unabhängige Inselstaat mit seinen zwei Hauptinseln Upolu und Savai’i noch authentische Südsee-Erlebnisse fernab des Massentourismus. Hier verschmelzen unberührte Natur, traditionelle Kultur und moderne Annehmlichkeiten zu einem unvergesslichen Inselurlaub.
Die Schönheit Samoas liegt in ihrer Vielseitigkeit: Von spektakulären Wasserfällen und geheimnisvollen Lavahöhlen bis hin zu farbenprächtigen Korallenriffen und traditionellen Dörfern – das Inselparadies hat für jeden Reisetyp etwas zu bieten. Die beste Reisezeit für einen Besuch ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn angenehme Temperaturen und wenig Niederschlag herrschen. In unserer Übersicht stellen wir Ihnen die acht schönsten Traumziele vor, die bei Ihrer Samoa-Reise nicht fehlen dürfen.
Anreise: Flüge nach Samoa landen auf dem Internationalen Flughafen Faleolo (APW) auf der Hauptinsel Upolu, etwa 40 Minuten westlich der Hauptstadt Apia.
Fortbewegung: Mietwagen empfehlenswert für flexible Erkundungen. Alternativ verkehren auf beiden Hauptinseln Busse und Taxis.
Währung: Samoanischer Tala (WST) – Bargeld ist wichtig, da Kreditkarten nicht überall akzeptiert werden.
Samoa – Ein tropisches Paradies im Südpazifik
Inmitten des südlichen Pazifiks erstreckt sich Samoa mit seinen üppigen Regenwäldern, kristallklaren Lagunen und majestätischen Wasserfällen wie ein wahrhaftiges Postkartenmotiv. Die samoanische Kultur, geprägt von den traditionellen Fale-Häusern und dem herzlichen «Fa’a Samoa» (Der samoanische Weg), lädt Besucher ein, in eine authentische polynesische Lebensweise einzutauchen. Für Reisende, die das unberührte Inselparadies erkunden möchten, bieten sich neben Samoa auch weitere traumhafte Inseln im Südpazifik an, die mit ähnlich paradiesischen Landschaften begeistern. Das milde tropische Klima Samoas sorgt ganzjährig für angenehme Temperaturen und macht die Inselgruppe zu einem idealen Reiseziel für Sonnenanbeter, Taucher und Naturliebhaber gleichermaßen.
Die faszinierende Geschichte Samoas
Die polynesischen Inseln Samoas blicken auf eine mehr als 3.000 Jahre alte Geschichte zurück, deren Ursprünge bis zu den ersten Siedlern aus dem südostasiatischen Raum reichen. Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich Samoa zum Spielball kolonialer Interessen, was 1899 zur Teilung in Deutsch-Samoa (heute unabhängiger Staat Samoa) und Amerikanisch-Samoa führte. Während der deutschen Kolonialzeit (1900-1914) entstanden bedeutende Infrastrukturprojekte und Plantagenwirtschaften, bevor Neuseeland nach dem Ersten Weltkrieg die Verwaltung übernahm. Der Weg zur Unabhängigkeit des westlichen Teils war von der einflussreichen Mau-Bewegung geprägt, die sich friedlich für die Selbstbestimmung einsetzte, bis Samoa am 1. Januar 1962 als erstes polynesisches Land seine vollständige Souveränität erlangte. Trotz der verschiedenen ausländischen Einflüsse hat Samoa seine traditionelle Fa’a Samoa (samoanische Lebensweise) mit dem Matai-System der Familienoberhäupter und den dörflichen Strukturen bis heute bewahrt.
Samoa wurde am 1. Januar 1962 als erstes polynesisches Land unabhängig von der neuseeländischen Verwaltung.
Die deutsche Kolonialzeit (1900-1914) hinterließ bleibende Spuren in der Architektur, Landwirtschaft und einigen kulturellen Aspekten.
Das traditionelle Matai-System der Familienoberhäupter bildet bis heute die Grundlage der samoanischen Gesellschaftsstruktur.
Samoanische Kultur und Traditionen

Die samoanische Kultur ist tief verwurzelt in der Fa’a Samoa – der traditionellen Lebensweise, die auf Familienverbänden und Respekt vor den Ältesten basiert. In den farbenfrohen Zeremonien und Ritualen spiegelt sich die enge Verbindung der Samoaner zu ihrer polynesischen Herkunft wider, die auch in anderen Inselparadiesen Südostasiens zu finden ist. Beeindruckende Tatau (Tätowierungen) bei Männern und die kunstvoll gewebten Feinmatten der Frauen zeugen von handwerklichem Geschick und kultureller Identität, die über Generationen weitergegeben werden. Die traditionellen Fale-Häuser mit ihren offenen Seiten und das gemeinschaftliche Zubereiten des Umu-Erdofens sind lebendige Beispiele für die bis heute gelebten Traditionen des samoanischen Volkes.
Die atemberaubenden Naturwunder Samoas
Die Inselgruppe Samoa verzaubert Besucher mit einer spektakulären Vielfalt an Naturwundern, die von üppigen Regenwäldern bis hin zu kristallklaren Lagunen reichen. Besonders beeindruckend sind die To-Sua Ocean Trench, ein 30 Meter tiefer natürlicher Swimmingpool, der durch den Einsturz von Lavahöhlen entstanden ist, sowie die majestätischen Wasserfälle von Papapapai-Tai und Togitogiga, die sich durch die dichte Vegetation stürzen. Die artenreiche Unterwasserwelt um die Inseln bietet mit ihren farbenfrohen Korallenriffen und exotischen Meeresbewohnern ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Abseits der Küsten locken die Regenwälder des O Le Pupu-Pu’e Nationalparks mit seltenen Vogelarten, endemischen Pflanzen und atemberaubenden Aussichtspunkten über die vulkanische Landschaft Samoas.
- To-Sua Ocean Trench als spektakuläres 30 Meter tiefes Naturbecken
- Beeindruckende Wasserfälle wie Papapapai-Tai und Togitogiga
- Artenreiche Korallenriffe und vielfältige Unterwasserwelt
- O Le Pupu-Pu’e Nationalpark mit einzigartiger Flora und Fauna
Kulinarische Köstlichkeiten aus Samoa
Die samoanische Küche zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination aus traditionellen polynesischen Zubereitungsmethoden und internationalen Einflüssen aus. Umu, der traditionelle Erdofen, wird für die Zubereitung von festlichen Mahlzeiten verwendet, bei denen Fisch, Schweinefleisch und Gemüse auf erhitzten Steinen gegart werden. Zu den beliebtesten Gerichten zählt Palusami, ein köstliches Gericht aus jungen Taro-Blättern, die mit Kokosmilch gefüllt und zu saftigen Päckchen geformt werden. Frische Meeresfrüchte wie Thunfisch, Makrele und Krustentiere sind aufgrund der Insellage Samoas allgegenwärtig und werden oft mit Kokoscreme oder Zitronensaft zubereitet. Die samoanische Küche ist zudem für ihre fruchtigen Desserts bekannt, darunter Fa’ausi, ein süßer Pudding aus Tapioka und Kokosmilchkaramell, der bei keinem traditionellen Fest fehlen darf.
Umu: Traditioneller Erdofen Samoas, in dem Speisen auf heißen Steinen gegart werden
Hauptzutaten: Kokosmilch, Taro, frischer Fisch und Schweinefleisch bilden die Basis der samoanischen Küche
Palusami: Nationalgericht aus Kokosmilch in Taro-Blättern, symbolisiert die samoanische Gastfreundschaft
Reiseplanung: Die beste Zeit für einen Besuch in Samoa
Die beste Reisezeit für Samoa liegt zwischen Mai und Oktober, wenn angenehm trockene Bedingungen und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius herrschen. Von November bis April sollten Reisende mit höherer Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen tropischen Regenfällen rechnen, die aber meist nur kurz andauern und dem üppigen Grün der Insel zu verdanken sind. Wer nach dem Besuch in Samoa weitere tropische Paradiese erkunden möchte, findet in den traumhaften Philippinen mit ihren weißen Stränden und dem kristallklaren Wasser ein ähnlich beeindruckendes Reiseziel.
Samoas versteckte Strände und Buchten

Abseits der bekannten Touristenpfade verbirgt Samoa wahre Naturjuwelen in Form von versteckten Stränden und abgelegenen Buchten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Die meist menschenleeren Küstenabschnitte wie Vavau Beach im Südosten von Upolu bieten kristallklares Wasser und unberührte Korallenriffe, die zum Schnorcheln einladen. An der Südküste Samoas finden Reisende Zuflucht in der malerischen Salamumu Bay, wo traditionelle Fale-Hütten direkt am Strand für eine authentische Übernachtungsmöglichkeit sorgen. Die geheimnisvolle To-Sua Ocean Trench, ein 30 Meter tiefer natürlicher Swimmingpool, der durch Lavaströme entstanden ist, zählt zwar zu den bekannteren Attraktionen, doch in seiner Umgebung verstecken sich weitere, kaum besuchte Buchten mit atemberaubender Schönheit.
- Samoas versteckte Strände bieten unberührte Natur fernab des Massentourismus.
- Vavau Beach und Salamumu Bay gehören zu den schönsten abgelegenen Küstenabschnitten.
- Traditionelle Fale-Hütten ermöglichen authentische Übernachtungserlebnisse direkt am Meer.
- Neben der bekannten To-Sua Ocean Trench gibt es zahlreiche unentdeckte Buchten zu erkunden.
Nachhaltige Entwicklung: Samoas Zukunftsperspektiven
Samoa strebt eine nachhaltige Entwicklung an, die wirtschaftliches Wachstum mit dem Schutz seiner einzigartigen Naturressourcen in Einklang bringt. Erneuerbare Energien, insbesondere Solar- und Wasserkraft, spielen eine zentrale Rolle in Samoas Bemühungen, bis 2025 vollständig auf grüne Energie umzusteigen. Die Regierung fördert zudem ökotouristische Initiativen, die sowohl Besuchern authentische Erlebnisse bieten als auch traditionelle Lebensweisen der Samoaner bewahren. Angesichts steigender Meeresspiegel und zunehmender Extremwetterereignisse entwickelt der Inselstaat außerdem innovative Anpassungsstrategien, um seine Bevölkerung und Küstengebiete vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.
Häufige Fragen zu Samoa
Wo liegt Samoa und wie ist das Klima dort?
Samoa ist ein Inselstaat im südlichen Pazifischen Ozean, etwa auf halber Strecke zwischen Hawaii und Neuseeland. Der Archipel besteht aus zwei Hauptinseln, Savai’i und Upolu, sowie mehreren kleineren Eilanden. Das tropische Klima der Inselnation zeichnet sich durch konstant warme Temperaturen zwischen 24°C und 30°C aus. Die Regenzeit erstreckt sich von November bis April mit erhöhter Niederschlagsmenge und gelegentlichen Zyklonen. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bietet mildere Wetterbedingungen und weniger Feuchtigkeit, was sie zur bevorzugten Reisezeit für Besucher des polynesischen Paradieses macht.
Welche kulturellen Besonderheiten prägen das Leben in Samoa?
Die samoanische Kultur wird vom «Fa’a Samoa» (der samoanische Weg) geprägt, einem Lebensstil, der auf Familientraditionen, Respekt und Gemeinschaft basiert. Das Matai-System strukturiert die Gesellschaft durch erbliche Häuptlingstitel, die mit Entscheidungsgewalt und Landrechten verbunden sind. Traditionelle Tänze wie der Siva und kriegerische Darbietungen wie der Feuertanz sind wichtige kulturelle Ausdrucksformen. Die kunstvollen Tatauierungen (Pe’a für Männer, Malu für Frauen) symbolisieren Reife und sozialen Status. Kava-Zeremonien bilden das Herzstück vieler sozialer Zusammenkünfte im polynesischen Inselreich. Besucher sollten die «Sa»-Zeit beachten – Abendgebete in Dörfern, während derer Reisende innehalten und Respekt zeigen sollten.
Was sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Samoa?
Zu den Hauptattraktionen Samoas zählen die To-Sua Ocean Trench, ein spektakulärer 30 Meter tiefer Meeresgraben mit kristallklarem Wasser, erreichbar über eine lange Holzleiter. Der Papapapaitai-Wasserfall auf Upolu beeindruckt mit seinem 100 Meter tiefen Fall in üppiger Vegetation. Naturliebhaber schätzen den O Le Pupu Pu’e Nationalpark mit seiner vielfältigen Flora und den Lavafeldern. Die Piula-Höhlen bieten ein erfrischendes Süßwasser-Schwimmerlebnis in unterirdischen Grotten. Auf Savai’i faszinieren die Alofaaga-Blowholes, wo Meerwasser durch Lavafelsen meterhoch in die Luft geschleudert wird. Kulturinteressierte besuchen Robert Louis Stevensons ehemaliges Anwesen Villa Vailima, heute ein Museum, das dem berühmten schottischen Schriftsteller gewidmet ist, der seine letzten Lebensjahre im pazifischen Inselparadies verbrachte.
Wie reist man am besten nach Samoa und welche Einreisebestimmungen gelten?
Die Anreise nach Samoa erfolgt hauptsächlich über den Faleolo International Airport auf Upolu. Direkte Flugverbindungen bestehen aus Neuseeland, Australien, Fidschi und Hawaii. Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum, sondern lediglich einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, ein Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Finanzmittel. Bei der Einreise ins polynesische Inselreich wird ein kostenloses Besuchervisum erteilt. Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Anreise aus Infektionsgebieten erforderlich. Die lokale Währung ist der Samoa-Tala (WST), wobei größere Unterkünfte auch Kreditkarten akzeptieren. Zwischen den Hauptinseln Upolu und Savai’i verkehren regelmäßig Fähren, die sowohl Passagiere als auch Fahrzeuge transportieren.
Was sollte man beim Besuch von Dörfern und heiligen Stätten in Samoa beachten?
Bei Dorfbesuchen im polynesischen Archipel gilt besondere Rücksicht auf lokale Sitten. Angemessene Kleidung ist essenziell – Frauen sollten Röcke oder Kleider tragen, die mindestens die Knie bedecken (Lavalava), während Männer lange Hosen bevorzugen sollten. In vielen Ortschaften herrscht während der Abendgebete (18-19 Uhr) die «Sa»-Zeit, in der Besucher nicht durch die Siedlung gehen sollten. Vor dem Betreten traditioneller Fale (Häuser) werden Schuhe ausgezogen. Bei heiligen Stätten (Fono) ist besondere Ehrerbietung angebracht, lautes Sprechen oder Essen sollte vermieden werden. Es empfiehlt sich, vor der Erkundung eines Dorfes den Häuptling zu begrüßen, idealerweise mit einem kleinen Gastgeschenk. Fotografieren sollte stets nach Erlaubnis erfolgen, besonders bei zeremoniellen Anlässen.
Welche Aktivitäten kann man auf Samoa unternehmen?
Der südpazifische Inselstaat bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Naturliebhaber und Abenteuersuchende. Schnorcheln und Tauchen an farbenfrohen Korallenriffen zählen zu den Hauptattraktionen, besonders in Schutzgebieten wie dem Palolo Deep Marine Reserve. Wanderer erkunden gerne die üppigen Regenwälder auf markierten Pfaden wie dem Cross Island Road Track. Surfer finden an der Südküste Upolu’s ideale Wellen, während Kajak- und Stand-up-Paddling-Touren in geschützten Lagunen beliebt sind. Kulturinteressierte können an traditionellen Fiafia-Abenden teilnehmen, bei denen samoanische Tänze, Musik und Speisen präsentiert werden. Die vulkanischen Landschaften laden zu geführten Touren ein, während Besucher in natürlichen Schwimmlöchern wie dem Piula Cave Pool eine erfrischende Abkühlung finden. Angeln, sowohl in Küstengewässern als auch auf Hochseetouren, gehört ebenfalls zu den beliebten Aktivitäten im polynesischen Paradies.




