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Scottys Castle: Skurrile Sehenswürdigkeit im Death Valley öffnet nach zehn Jahren wieder

Wer durch die unendlich wirkende Einöde des Death Valley in Kalifornien fährt, wird an einer Stelle denken, dass die Hitze nun doch zu viel war: Wie eine Fata Morgana taucht mitten im Nirgendwo eine riesige Ranch auf, die auch noch aussieht, als wäre man plötzlich in Spanien. Doch es ist keine Einbildung, es ist Scotty‘s Castle im Grapevine Canyon, auch bekannt als Death Valley Ranch.

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Eine schlimme Sturzflut zerstörte Scotty‘s Castle

In der Nacht zum 18. Oktober 2015 ereignete sich eine verheerende Sturzflut in der Region und große Teile der beliebten Touri-Attraktion wurden zerstört. Der National Park Service schreibt auf der Internetseite, wie Schlamm und Felsen das Schloss überrollten. Die Flut spülte auch Teile der Zufahrtsstraße weg. Nun, nach über zehn Jahren, ist eine reguläre Wiedereröffnung noch immer nicht in Sicht.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Das liege vor allem an Verzögerungen bei der Finanzierung, zu wenig Personal und bestehenden Gesetzen, die eingehalten werden müssen, schreibt der National Park Service, der das Anwesen in den Siebzigern kaufte. Zudem kamen während der Restaurierungsarbeiten immer wieder neue Schäden zutage, die die Fertigstellung weiter verzögerten. Am 22. April 2021 ereignete sich dann noch ein folgenschweres Feuer, das die historische Garage zerstörte und auf andere Teile des Anwesens übergriff. Dort drin befand sich unter anderem das Besucherzentrum, das teilweise schon wieder restauriert war.

Blick auf einen Kronleuchter und steinerne Wände.So sieht es im Inneren von Scotty’s Castle aus.Quelle: imago images/Cavan Images

Um all das finanzieren zu können, finden jetzt sogenannte „Flood Recovery“-Touren. Der Erlös soll in die Fertigstellung der Restaurierung fließen, die laut dem britischen Magazin „The Independent“ insgesamt rund 90 Millionen Dollar kosten soll. Die Touren müssen vorab reserviert werden und sind derzeit schon ausverkauft. Interessierte können sich aber online auf eine Warteliste setzen lassen.

Wer baute Scotty‘s Castle?

Doch wer kam überhaupt darauf, ein solches Anwesen in dieser lebensfeindlichen Region zu bauen? Die Antwort: Ein Millionär natürlich. Albert Mussey Johnson investierte in den 1920ern über zwei Millionen Dollar in den Bau von Scotty‘s Castle. Dazu überredete ihn der Namensgeber und Betrüger Walter Scott, der damals auch als „Death Valley Scotty“ bekannt war. Er überzeugte den Millionär außerdem, in sein erfolgloses Goldminenprojekt zu investieren. Der Cowboy und Goldsucher lebte in dem Anwesen, während es Albert und seiner Frau Bessy als Feriendomizil diente.

Blick auf ein Anwesen im spanischen Stil.Ein Highlight von Scotty’s Castle ist der Glockenturm.Quelle: imago images/Cavan ImagesWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Scotty erzählte stattdessen jedem, das Schloss wäre mit seinen Goldfunden erbaut worden, die es überhaupt nicht gegeben hatte. Scotty‘s Castle ist nie fertiggestellt worden, doch im Inneren gibt es einige Schätze zu sehen: handgeschmiedete Eisen-Dekorationen und Fliesen, maßgefertigte Möbelstücke sowie wertvolle Antiquitäten und Wandteppiche. Ein weiteres Highlight ist der Glockenturm mit seinen 25 Glockenspielen, die damals jede Viertelstunde erklangen. Es gibt sogar ein Musikzimmer, in dem damals eine Theaterorgel mit 1121 Pfeifen installiert wurde.

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Die Johnsons starben und auch Walter Scott folgte ihnen 1954. Er liegt auf einem Hügel begraben, mit Blick auf „sein“ Anwesen. 1970 kaufte der National Park Service das Anwesen für 850.000 Dollar und öffnete den Ort für Interessierte. Vor der Flut konnten regelmäßig Touren gebucht werden.

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