Samstag, März 7, 2026
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Sieht aus wie die Alpen: Dieses Dorf in Afrika gilt als „Marokkanische Schweiz“

Fachwerkhäuser mit roten Dächern, breite, saubere Straßen und jede Menge Schnee – das kommt einem wohl nicht zuerst in den Sinn, wenn man an Marokko denkt. Und doch gibt es genau diesen Ort: Ifrane, eine Kleinstadt im Norden des Landes, die so gar nicht in das gewohnte Bild Nordafrikas passen will. Auf rund 1650 Metern Höhe im Mittleren Atlas gelegen trägt sie nicht umsonst den Beinamen „marokkanische Schweiz“.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeEine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Ifrane: Kältester Ort in ganz Afrika

Enge Gassen, Souks oder Riads, wie man sie aus anderen marokkanischen Städten kennt, sucht man hier vergeblich. Stattdessen erinnert Ifrane eher an einen europäischen Wintersportort. Und tatsächlich: Zwischen Oktober und März fällt regelmäßig Schnee und die umliegenden Berge werden zu Skipisten. 1935 wurde mit minus 23,9 Grad die kälteste Temperatur in ganz Afrika gemessen.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeIfrane, MarokkoDas Skigebiet Michlifen zieht im Winter viele Einheimische an.Quelle: IMAGO/Pond5 Images

Die ungewöhnliche Optik der Stadt ist kein Zufall. Zwar ist die Region seit Jahrhunderten besiedelt, doch Ifrane in seiner heutigen Form entstand erst während des französischen Protektorats. Die Kolonialverwaltung gründete den Ort 1928 als Rückzugs- und Erholungsort für Europäerinnen und Europäer, die der Sommerhitze in den Städten entkommen wollten.

Ifrane, MarokkoÜppige Wälder und europäische Architektur prägen den Bergort Ifrane.Quelle: IMAGO/Wirestock

Heute ist Ifrane mit rund 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschaubar, modern und auffallend gepflegt. Die boulevardartige Fußgängerzone mit Cafés, Geschäften und Grünanlagen lädt zum Spazieren ein. Das kühle Höhenklima und die ungewohnt alpine Atmosphäre machen Ifrane besonders für wohlhabende Marokkanerinnen und Marokkaner attraktiv, von denen viele hier ein Ferienhaus besitzen – darunter auch der König.

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Ifrane-Nationalpark: Heimat der seltenen Berberaffen

Auch Ausflüge lohnen sich: In der Nähe des Dorfes Zaouia d’Ifrane liegen mehrere kleine Wasserfälle, die besonders nach der Schneeschmelze sehenswert sind. Und nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt beginnt der Ifrane-Nationalpark, der sich über rund 520 Quadratkilometer erstreckt.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeBerberaffe, MarokkoDie Berberaffen leben in den Zedernwäldern um Ifrane.Quelle: IMAGO/YAY Images

Kleine Seen und dichte Wälder aus Zedern und Steineichen prägen die Landschaft. Als Unesco-Biosphärenreservat ist der Park ein wichtiger Rückzugsort für die stark gefährdeten Berberaffen, die hier noch in freier Wildbahn beobachtet werden können. Schätzungen zufolge gibt es in Nordafrika weniger als 7000 Tiere, die Mehrheit lebt in Marokko.

In Ifrane haben sich die Affen mittlerweile an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt. Bei einem Besuch können Tier-Fans die Makaken beobachten und sie sogar mit Nüssen füttern.

Ifrane: Infos zur Anreise

Ifrane liegt im Norden Marokkos, etwa 60 Kilometer südlich von Fès. Die meisten Reisenden landen am internationalen Flughafen von Fès, von dort aus führt der Weg etwa anderthalb Stunden durch die Hügellandschaft des Mittleren Atlas.

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Die Straßen sind gut ausgebaut, können im Winter bei Schnee jedoch kurzfristig gesperrt sein. Alternativ verkehren auch Busse und Sammeltaxis von den Städten Fès und Meknès in Richtung Azrou und Ifrane.

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