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Weltberühmt für das Porzellan: Was Besucher in Meißen erwartet

Hübsche Altstadtgassen und prächtige Bauten auf dem Burgberg an der Elbe: Das ist Meißen. Das Allererste, das einem bei dem Namen der Stadt in den Kopf schießt, ist aber ein besonderes Kunsthandwerk. Denn der Ort ist tief verknüpft mit dem Meissener Porzellan.

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Die Porzellan-Manufaktur in der sächsischen Kreisstadt gilt als die älteste Europas und wurde hier 1710 gegründet. Und auch die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt sind eng mit der Porzellan-Manufaktur verbunden. Der reisereporter stellt dir die wohl romantischste Stadt in Sachsen vor.

Übersicht

Meissener Porzellan

Wer Meißen besucht, taucht auch in die Geschichte des Meissener Porzellans ein. Als „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ wird die Manufaktur 1710 gegründet und in Handarbeit entstehen seither einzigartige Kunstwerke.

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700.000 Gipsformen und rund 10.000 streng geheime Farbrezepturen veredeln die renommierte Handwerkskunst. Das Markenzeichen des Meissener Porzellans sind seit 1722 zwei sich kreuzende blaue Schwerter, die sich auf der Rückseite der Werke befinden. Und die Produktion beschränkt sich nicht auf feine Teeservice.

In Meißen kannst du die Geschichte des weltweit bekannten Meissener Porzellans nachvollziehen.In Meißen kannst du die Geschichte des weltweit bekannten Meissener Porzellans nachvollziehen.Quelle: imago images/Depositphotos

gehören zum Repertoire der Manufaktur auch Deko-Objekte wie Vasen und Aschenbecher, Weihnachtsbaumschmuck aus Porzellan, Tausende Euro teure Porzellanfiguren – vom goldenen Amor bis zum Weißkopfadler – und auch Schmuck.

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Führung durch das Meissen-Universum

Einen besonders intensiven Einblick in die Produktionsabläufe des Traditionshauses gewinnst du bei der sogenannten „manufakTOUR“ in den Räumlichkeiten der Porzellan-Fabrik. In der Erlebniswelt Meissen können die einzelnen Schritte des Herstellungsprozesses live mitverfolgt werden.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeBlick in das Formenarchiv der Meissener Porzellan-Manufaktur.Blick in das Formenarchiv der Meissener-Porzellan-Manufaktur.Quelle: imago images/C3 Pictures

Wie sieht Porzellanerde aus dem Bergwerk aus und wie wird Porzellanmasse angefertigt? Solche Fragen werden im Zuge der Führung beantwortet. Außerdem locken Einblicke in die Fertigung, das historische Formenarchiv, die Ofenhalle und die Porzellanmalerei. Preiswert ist der Einblick allerdings nicht. Pro Person werden 50 Euro veranschlagt.

Weitere Führungen, bei denen etwa nur die Schauwerkstatt besucht wird, spezielle Themenführungen und Workshops werden ebenfalls angeboten.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Das Meissen Porzellan-Museum

Wesentlich günstiger als in den Herstellungshallen kannst du im daneben gelegenen Meissen Porzellan-Museum in die über 300-jährige Geschichte des Traditionsbetriebs eintauchen. Das Museum zeigt auf zwei Etagen 2000 Objekte der Meissener-Porzellan-Geschichte aus verschiedenen Epochen.

Weiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der AnzeigeDas Porzellan-Museum zeigt 2000 Ausstellungsstücke auf zwei Etagen.Das Porzellan-Museum zeigt 2000 Ausstellungsstücke auf zwei Etagen.Quelle: imago images/Steffen Unger

Opulente, für Fürsten gedachte Tafelservice aus dem 18. Jahrhundert; schlichtere, für das Bürgertum entworfene Stücke aus dem 19. Jahrhundert; Porzellane, die im 20. Jahrhundert von Einflüssen aus Jugendstil und Art déco geprägt wurden, und Porzellane der Nachkriegszeit gehören zu den Ausstellungsstücken des Museums. Zum Museum gehören auch ein Meissen-Shop und ein Café. Erwachsene zahlen 14 Euro Eintritt.

Meißens romantisches Stadtbild

Das direkt an der Elbe gelegene Meißen bietet aber mehr als nur große Porzellan-Geschichte. Der knapp 30.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Ort präsentiert sich auch als äußerst malerisches Ausflugsziel. Romantisch schmiegen sich Weinberge an die verwinkelte Altstadt, die von Renaissance-Bürgerhäusern und hübschen Barockbauten dominiert wird.

Eine Altstadtgasse in Meißen mit den aufragenden Türmen des Doms im Hintergrund.Eine Altstadtgasse in Meißen mit den aufragenden Türmen des Doms im Hintergrund.Quelle: imago images/Peter SchickertWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Zu den Highlights gehören der Marktplatz mit Rathaus und die spätgotische Frauenkirche, in der seit Juni 2025 das Meissener Porzellan in Form von 37 Orgelpfeifen Einzug hielt und in deren Turm sich das weltweit erste spielbare Glockenspiel aus Meissener Porzellan befindet.

Sehenswert ist auch das Tuchmachertor hinter der Frauenkirche. Das Renaissance-Portal führte Anfang des 17. Jahrhunderts zu dem damaligen Stadtfriedhof. Als das original Tor einzustürzen drohte, wurde 1956 für einen Nachbau gesorgt.

Meißens Burgberg

Das architektonische Wahrzeichen der Stadt Meißen ist sein Burgberg. Hier thronen die Albrechtsburg und der Meißner Dom und blicken majestätisch über die Elbe. Die spätgotische Albrechtsburg aus dem Jahr 1471 gilt als das älteste Schloss Deutschlands. Und auch dieses ist eng mit der Geschichte des Meissener Porzellans verknüpft: Zwischen 1710 und 1863 hatte die Porzellanmanufaktur hier ihren Sitz.

Zum Burgberg-Ensemble gesellt sich auch der Meißner Dom, der zu den größten Kirchen in Sachsen zählt und dessen Türme das Schloss überragen. Mit seinen 150 Jahren Bauzeit schlägt er die des Berliner Flughafens noch um mehr als das Zehnfache! Eine Besonderheit des Doms ist die Johannesglocke aus Bronze von 1929, die anlässlich der 1000-Jahr-Feier Meißens gegossen wurde.

Der Kreuzgang im Meißner Dom.Der Kreuzgang im Meißner Dom.Quelle: imago images/Peter SchickertWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Fast acht Tonnen bringt sie auf die Waage und gilt mit ihren reichen Verzierungen als eine der kunstvollsten. Auch hier wird wieder die Brücke zum Porzellan geschlagen: Der Entwurf der Glocke stammte aus der Feder von Emil Paul Börner, dem damaligen Leiter der Porzellan-Manufaktur.

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Bummeln und Auszeit in Meißen

In den Gassen von Meißen finden sich kleine Läden und Boutiquen, die zum Stöbern einladen. Zwischen fantasievoller Keramik, handgemachtem Perlenschmuck und außergewöhnlichen Druckwerken finden Handwerkskunst-Fans individuelle Erinnerungsstücke.

Auch schmucke Cafés gibt es in Meißen zur Genüge. Kaffeeliebhaber legen beispielsweise im stilvollen Porzellancafé „Weißer Elefant“ umgeben von Kunst eine Auszeit ein. Für den besonderen Ausblick lohnt sich das Café am Dom auf dem Burgberg. Bei schönem Wetter kannst du von der Café-Terrasse aus über das Elbtal und die Gassen von Meißen blicken.

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Im Café gehört die Eierschecke zum Kaffeegedeck dazu. Der dreischichtige Kuchen ist eine sächsische Spezialität und Erich Kästner sagte über sie: „Die Eierschecke ist ein Kuchen, der zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“ So steht es jedenfalls in der Speisekarte des Cafés am Dom. Und sehr wahrscheinlich wird die süße Sünde auf Meissener Porzellan serviert.

Tipp: Meißen eignet sich auch als Ausgangspunkt beziehungsweise Ziel von Wanderungen. Direkt ab Meißen kannst du etwa durch den angrenzenden Wald zum Götterfelsen wandern und das Panorama genießen. Weinbauflair lockt auf dem Sächsischen Weinwanderweg entlang von Reben und Weingütern. Die 5. Etappe verläuft zwischen Oberau und Meißen und ist 13 Kilometer lang.

Mehr Inspiration gesucht? Tipps für alle Top-Reiseziele findest du beim reisereporter.

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