Mittwoch, Januar 28, 2026
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Amsterdam prüft komplettes Verbot für Kreuzfahrtschiffe

Amsterdam gilt als eine der beliebtesten Metropolen in Europa für Städtereisen. Der weltweite Ruhm bringt aber auch seine Schattenseite mit sich. Touristenmassen, Umweltverschmutzung und Menschen, die sich nicht an Regeln halten wollen, haben dafür gesorgt, dass die Stadt seit Jahren mit verschiedenen Maßnahmen gegen Massentourismus vorgeht.

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Sie sollen einerseits die Lebensqualität der Stadt erhöhen und andererseits die Tourismusströme besser lenken. Für eine Art von Tourismus könnte in Amsterdam aber demnächst komplett Schluss sein: Kreuzfahrten.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Kreuzfahrtterminal in Amsterdam soll nicht mehr verlegt werden

In einem Maßnahmenpaket von 2024 hatte Amsterdam unter anderem beschlossen, dass ab 2026 am PTA-Terminal, dem Passagierterminal in der Innenstadt von Amsterdam, nur noch 100 Kreuzfahrtschiffe pro Jahr vor Anker gehen dürfen. Auch darf dort nur ein Schiff gleichzeitig liegen. Ab 2027 kommt noch eine generelle Landstrom-Pflicht für Kreuzfahrtschiffe an dem PTA-Terminal dazu.

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Eine weitere Maßnahme des damals beschlossenen Pakets zog eine Verlegung des Kreuzfahrtterminals weiter raus aus der Innenstadt nach Coenhaven vor. Diese Planungen wurden von der Stadtverwaltung jetzt jedoch eingestellt. Eine neue Machbarkeitsstudie zur Verlegung des Terminals ergab Investitionskosten von rund 85 Millionen Euro. Bis diese Summe durch die Einnahmen ausgeglichen wäre, würde es Stadträtin Hester van Buren zufolge rund 60 Jahre dauern. Stattdessen werde jetzt darüber nachgedacht, die Hochseekreuzfahrt komplett aus Amsterdam zu verbannen.

Ein Kreuzfahrtschiff liegt am Passagierterminal Amsterdam (PTA) vor Anker.Ein Kreuzfahrtschiff liegt am Passagierterminal Amsterdam (PTA) vor Anker.Quelle: IMAGO/Panthermedia

„Nachhaltigkeit und Lebensqualität stehen für uns an erster Stelle“, erklärte Van Buren. „Das bedeutet, dass wir in den kommenden Monaten die Möglichkeit prüfen werden, die Kreuzfahrten in Amsterdam bis 2035 einzustellen, damit die neue Stadtverwaltung eine Entscheidung treffen kann.“

Wahlen in Amsterdam könnten Entscheidung umkehren

Jedoch stehen in Amsterdam am 18. März 2026 Wahlen an. Eine endgültige Entscheidung trifft dann erst die neue Stadtverwaltung nach den Wahlen. Bis dahin laufe der Betrieb ohnehin erst mal ganz normal weiter, betont man beim Kreuzfahrthafen Amsterdam (CPA). „Das Terminal ist weiterhin voll funktionsfähig, und alle planmäßigen Anläufe finden wie geplant statt. Wir werden uns auch weiterhin konstruktiv mit der Gemeinde und anderen Beteiligten austauschen, während der Entscheidungsprozess voranschreitet.“

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Sollte sich auch nach den Wahlen keine Einigung über eine Verlegung des Kreuzfahrtterminals finden, werden zumindest die Hochsee-Kreuzfahrtschiffe bis 2035 komplett aus Amsterdam verschwinden. Davon könnten natürlich umliegende Häfen profitieren.

Rotterdam gilt als eine Kreuzfahrt-Alternative zu Amsterdam

Ein Teil der Kreuzfahrtschiffe, die seit 2026 aufgrund der Beschränkungen nicht mehr in Amsterdam anlegen dürfen, weicht auf den Hafen von Rotterdam aus.

Bei einem Komplett-Verbot in Amsterdam könnten die Kreuzfahrthäfen in Rotterdam und in Ijmuiden in Zukunft für den Kreuzfahrttourismus in den Niederlanden mehr an Bedeutung gewinnen. Beide Städte verfügten über eine gute Anbindung an Amsterdam und könnten die neuen Anlaufstellen für Kreuzfahrtreisende werden, die nach Amsterdam wollen.

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