Samstag, März 7, 2026
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Einzigartig: Diese Eishöhle gilt als Europas größter unterirdischer Gletscher

Hast du schon einmal von der Eis- oder Gletscherhöhle in Europa gehört, die laut der World Records Academy den größten kompakten, unterirdischen Gletscher weltweit beheimatet? Manche Quellen sprechen vom „zweitgrößten unterirdischen Gletscher Europas“, wieder andere nur von einer riesigen Eishöhle, aber Dies ist ein unvergessliches Ausflugsziel!

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Dieser Gletscher verbirgt sich in der „Scărișoara Glacier Cave“ in den Apuseni Mountains in Rumänien, rund 485 Kilometer nordwestlich von Bukarest und gut 160 Kilometer von der Grenze mit Ungarn entfernt. Wir verraten, was sie so besonders macht und was Reisende dort erwartet.

Scărișoara – eine spektakuläre Eishöhle

Roter Steg führt in die Scărișoara-Eishöhle, wo Eisformationen von der Decke hängenAufgrund ihrer abgeschiedenen Lage ist die Scărișoara-Eishöhle fernab aller ausgetretenen Touristenpfade.Quelle: IMAGO/WirestockWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Schon das Schild am Eingang zur Eishöhle von Scărișoara, oft als „Gletscherhöhle“ bezeichnet, verrät Erstaunliches über dieses Naturschauspiel. Die Höhle liegt auf einer Höhe von 1165 Metern am Rand des Karstplateaus von Scărișoara, mit einer Gesamtlänge von 720 Metern und einer Tiefe von 105 Metern. Darin befindet sich ein wahres Wunder: ein geschätztes Eisvolumen von rund 75.000 Kubikmetern mit Eis, das stellenweise bis zu zwanzig Meter dick ist.

Genau deshalb gilt die Scărișoara-Eishöhle oftmals als „größter kompakter, unterirdischer Gletscher Europas“ und als weltweit einzigartig in ihrer Form. Die Eishöhle begann sich bereits vor rund 3500 Jahren zu bilden, durch ein langsames Zusammenspiel von Wasser, Eis und Fels. Jahr für Jahr lagert sich eine neue Eisschicht ab, während die älteren Schichten an der Basis allmählich abschmelzen.

Schon im 19. Jahrhundert weckte die Eishöhle das Interesse von Forschenden. Systematisch erforscht wurde sie ab den 1920er-Jahren durch den rumänischen Wissenschaftler Emil Racoviță, einen Pionier der Höhlenforschung.

Sein Einsatz führte schließlich dazu, dass die Höhle unter Schutz gestellt wurde – als Naturdenkmal und wissenschaftliche Reserve. Heute sind nur ausgewählte Bereiche für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Andere Teile bleiben der Forschung vorbehalten, um das empfindliche Gleichgewicht aus Eis, Luft und Temperatur nicht zu stören.

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Anreise zur Eishöhle Scărișoara

Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage im Apuseni-Gebirge im Westen Rumäniens ist die Scărișoara-Eishöhle fernab aller ausgetretenen Touristenpfade. Deshalb benötigt die Anreise jedoch auch etwas Planung und Geduld.

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Am einfachsten erreichst du sie mit dem Auto, beispielsweise ab Cluj-Napoca, der nächstgrößeren Stadt mit Flughafen. Von dort sind es rund 110 Kilometer bis zur Höhle. Die Strecke führt durch ländliche Gegenden und zunehmend bergiges Terrain bis zu dem Dorf Gârda de Sus – von dort ist die Höhle ausgeschildert. Die letzten Kilometer führen über eine schmale, asphaltierte Straße bis zu einem Parkplatz nahe dem Höhleneingang.

Eine Frau liegt in einer Hängematte und hat ein Handy in der Hand.

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Wer gerne wandert: Ein mit einem roten Kreuz markierter Wanderweg führt ab Gârda de Sus über etwa zehn Kilometer durch das Apuseni-Gebirge bis zur Höhle.

Europas Riesen-Gletscher: Der Besuch der Scărișoara-Höhle

Führung durch die Eishöhle mit Personen, die auf einem Weg an der Höhlenwand stehenDer Besuch der Scărișoara-Eishöhle ist nur im Rahmen von Führungen auf vorgegebenen Wegen möglich.Quelle: IMAGO/DreamstimeWeiterlesen nach der AnzeigeWeiterlesen nach der Anzeige

Der Besuch der Scărișoara-Eishöhle ist nur im Rahmen von Führungen auf vorgegebenen Wegen möglich, die mehrmals täglich zwischen zehn und 18 Uhr stattfinden und rund 30 Minuten dauern. Nimm neben festem Schuhwerk unbedingt warme Kleidung mit, denn die Temperatur in der Höhle liegt ganzjährig konstant um null Grad Celsius.

Der Besuch beginnt spektakulär: Über einen breiten, senkrechten Schacht mit rund 48 Metern Tiefe führt eine Treppe hinab ins Innere der Höhle. Unten eröffnet sich zunächst die „Große Halle“, ein riesiger Raum, dessen Boden aus uraltem Eis besteht. Dieser enorme, dauerhaft erhaltene Eisblock mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von rund 16 Metern ist es, der dieser Eishöhle ihren Beinamen „Gletscherhöhle“ eingebracht hat.

Von dort aus verzweigt sich die Höhle in mehrere Bereiche, von denen ebenfalls die sogenannte „Kirchenhalle“, Sala Bisericuță, zum Besuch offensteht. Sie ist der eindrucksvollste Bereich der Höhle mit Hunderten Eisformationen, die vom Boden nach oben wachsen und eine fast sakrale Atmosphäre erzeugen. Besonders charakteristisch sind die sogenannten Eissäulen, die Höhen von bis zu vier Metern erreichen und an Stalagmiten und Stalaktiten erinnern, jedoch vollkommen aus Eis bestehen.

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